Blutstatus von Hexen und Zauberern
Der Blutstatus spielt in der magischen Gesellschaft eine zentrale Rolle und gilt als Symbol für Herkunft und Wert innerhalb der Zaubererwelt. Er beschreibt, wie „rein“ eine Familie in ihren magischen Wurzeln ist. Ein Konzept, das über Generationen hinweg zu einer Art gesellschaftlicher Hierarchie geworden ist.
Besonders konservative Kreise messen dem Blutstatus große Bedeutung bei und betrachten magisch reine Abstammung als Zeichen von Überlegenheit. Diese Einstellung hat über Jahrzehnte hinweg zu Diskriminierung, Vorurteilen und Spaltungen geführt. Während einige zaubernde Personen Gleichberechtigung und Zusammenhalt fordern, sehen andere darin eine Bedrohung ihrer Traditionen und Machtstrukturen.
Seit knapp sieben Jahren wird der Blutstatus zu einem politischen Werkzeug gemacht, das den Kern des aktuellen Konflikts bildet. Lord Voldemort und seine Anhänger:innen treiben die Reinblut-Ideologie mit fanatischer Überzeugung voran und sehen in der „Reinigung“ der Zaubererwelt ihr erklärtes Ziel. Muggelstämmige Zaubernde werden offen diffamiert, verfolgt und ermordet, während alte Reinblutfamilien zunehmend Einfluss und Macht gewinnen.
Der Blutstatus dient dabei als Vorwand für Gewalt, Kontrolle und Angst. Familien, die sich dem neuen Denken nicht anschließen, werden bedroht oder ausgelöscht. Das Ministerium steht unter Druck und schließt immer häufiger die Augen vor Übergriffen. So wird die Idee der „magischen Reinheit“ zu einem Werkzeug der Unterdrückung und einem Deckmantel für Machtgier, Fanatismus und soziale Spaltung.
Was früher also bloß Standesdenken war, wird nun zur Waffe. Blutstatus ist nicht länger nur eine Frage von Stolz oder Herkunft, sondern ein Instrument politischer Kontrolle, Ausgrenzung und Gewalt. Muggelstämmige werden systematisch diskriminiert, Halbblüter:innen geraten zwischen die Fronten, Squibs verschwinden spurlos, und selbst unter Reinblüter:innen herrscht Misstrauen.
In dieser Atmosphäre werden familiäre Abstammung und gesellschaftliche Zugehörigkeit zu Fragen von Leben und Tod. Der Blutstatus prägt nicht nur, wie Menschen gesehen werden, er entscheidet über Chancen, Sicherheit und Überleben.
Reinblut
Als Reinblüter:innen gelten Hexen und Zauberer, deren Familien ausschließlich aus magisch begabten Vorfahren bestehen. Sie bilden den kleinsten Teil der magischen Bevölkerung, genießen jedoch traditionell das höchste gesellschaftliche Ansehen. Der Begriff reines Blut ist eng mit Status, Vermögen und Tradition verbunden und hat die sozialen Strukturen der Zaubererwelt über Jahrhunderte geprägt.
Viele alte Reinblutfamilien – wie die auf der Liste der sogenannten Unantastbaren 28 – führen ihre Abstammung über Generationen hinweg zurück und betrachten sich als Bewahrer:innen der „alten Magie“. Innerhalb solcher Familien werden Abstammung, Heirat und Blutlinie streng kontrolliert. Verbindungen mit Muggelstämmigen oder Halbblüter:innen gelten als unerwünscht oder sogar ehrlos. Dieser Anspruch auf Reinheit wird oft mit dem Glauben an eine angeblich höhere magische Begabung oder moralische Überlegenheit verbunden, für die es jedoch keine Beweise gibt.
Im Alltag zeigt sich die Reinblut-Ideologie vor allem durch soziale Abgrenzung. Viele Reinblüter:innen bewegen sich in geschlossenen Kreisen, bewohnen eigene Anwesen und pflegen Traditionen, die sich über Jahrhunderte kaum verändert haben. Ihr Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Bildung ist beträchtlich, besonders im Ministerium für Zauberei, wo zahlreiche Schlüsselpositionen seit Generationen in den Händen alter Familien liegen.
Mit dem Erstarken Voldemorts und seiner Anhänger:innen hat die Reinblut-Ideologie eine gefährliche politische Dimension gewonnen. Was zuvor gesellschaftliche Überheblichkeit war, wird nun zur Legitimation von Gewalt. Einige Reinblutfamilien unterstützen die Todesser und nutzen ihre Macht, um eine magische Gesellschaft nach ihrem Bild zu formen. Andere versuchen, neutral zu bleiben oder sich heimlich gegen die zunehmende Radikalisierung zu stellen, um nicht selbst ins Visier zu geraten.
Reinblüter:innen verkörpern damit die Gegensätze der Zaubererwelt: alte Macht und Tradition auf der einen, Angst und Fanatismus auf der anderen Seite. In einer Zeit, in der Blutstatus über Leben und Tod entscheiden kann, bleibt ihre Rolle zentral und machtvoll.
Halbblut
Als Halbblüter:innen bezeichnet man zaubernde Personen, deren familiäre Herkunft sowohl magische als auch nichtmagische Vorfahren umfasst. Damit bilden sie den größten Teil der heutigen Zaubererbevölkerung in Großbritannien. In einer Welt, in der Reinblutlinien zunehmend selten werden, sind Halbblüter:innen zur Norm geworden, auch wenn ihr Blutstatus in konservativen Kreisen weiterhin als minderwertig gilt.
Viele der alten Reinblutfamilien verloren ihren Status im Laufe der Jahrhunderte durch Heiraten mit Muggelstämmigen oder durch unklare Abstammung. Diese Familien gelten heute offiziell als halblütig, pflegen aber oft noch immer dieselben Überzeugungen wie ihre reinblütigen Vorfahren. Einige halten an traditionellen Werten fest, grenzen sich von Muggelstämmigen ab und betonen ihre Nähe zu „magischer Reinheit“, um gesellschaftliches Ansehen zu wahren oder zurückzugewinnen.
Trotz dieser Spannungen nehmen Halbblüter:innen eine zentrale Rolle in der magischen Gesellschaft ein. Sie sind in allen gesellschaftlichen Schichten vertreten, von einfachen Arbeiterfamilien bis hin zu einflussreichen Linien mit jahrhundertealter Geschichte. Dennoch kann ihr Blutstatus in Zeiten politischer Unruhe zum Nachteil werden. Besonders während dem Wiedererstarken der Reinblut-Ideologie geraten viele Halbblüter:innen zwischen die Fronten. Für die Anhänger:innen Voldemorts sind Halbblüter:innen ein notwendiges Übel. Nützlich, solange sie sich anpassen, aber niemals wirklich gleichwertig.
So stehen Halbblüter:innen zwischen den Welten: Sie sind das verbindende Glied zwischen Reinblut und Muggelstämmigkeit, zugleich aber auch Projektionsfläche für die Ängste und Vorurteile einer Gesellschaft, die sich über Abstammung definiert.
Muggelstämmig
Als Muggelstämmige bezeichnet man zaubernde Personen, die aus nichtmagischen Familien stammen und ihre magischen Fähigkeiten meist unerwartet entwickeln. Sie bilden eine vergleichsweise kleine Minderheit innerhalb der britischen Zaubererbevölkerung. Trotz gleicher magischer Begabung werden Muggelstämmige seit Jahrhunderten gesellschaftlich benachteiligt. Besonders in Zeiten, in denen Blutstatus und Herkunft politisiert werden.
Die magische Welt ist historisch von und für Menschen mit magischer Abstammung geschaffen worden. Gesetze, Traditionen und Institutionen orientieren sich an ihrer Lebensrealität. Für Muggelstämmige bedeutet das häufig, dass sie in eine Gesellschaft eintreten, die ihnen fremd ist und in der sie sich erst zurechtfinden müssen. Viele verfügen über keine familiären Verbindungen in die Zaubererwelt und sind auf Unterstützung durch Lehrer:innen oder Freund:innen angewiesen, um grundlegende Strukturen zu verstehen.
Mit dem Erstarken der Reinblut-Ideologie und dem Einfluss Voldemorts hat sich ihre Situation dramatisch verschlechtert. Muggelstämmige werden zunehmend als Bedrohung dargestellt und als „Eindringlinge“ in die magische Gesellschaft diffamiert. Unter den Todessern gilt ihre Existenz als „Beweis“ für eine angebliche Schwächung der Zaubererwelt. Diese Haltung führt zu offener Diskriminierung, Anfeindungen und gewaltsamen Übergriffen. Viele Muggelstämmige leben in Angst oder versuchen, ihre Herkunft zu verbergen, um sich und ihre Familien zu schützen.
Offiziell sind Muggelstämmige dem Gesetz nach gleichgestellt, doch in der Praxis spüren sie strukturelle Ausgrenzung auf vielen Ebenen. Von Bildung und Beschäftigung bis hin zu gesellschaftlicher Akzeptanz. Besonders im Ministerium für Zauberei nehmen Vorurteile zu, und Maßnahmen, die unter dem Vorwand der „Sicherheitskontrolle“ stehen, dienen oft der Erfassung und Überwachung nichtmagischstämmiger Bürger:innen.
In einer Zeit, in der die Reinblut-Ideologie wieder zur treibenden Kraft wird, stehen Muggelstämmige am Rand der Gesellschaft. Ihr Dasein erinnert daran, dass Magie nicht an Blut gebunden ist und dass Gleichheit in der Zaubererwelt noch immer ein Ideal ist, das gefährlich weit von der Realität entfernt liegt.
Squib
Als Squibs bezeichnet man Menschen, die aus magischen Familien stammen, selbst jedoch keine magischen Fähigkeiten besitzen. Sie sind Kinder die keine Anzeichen magischer Begabung zeigen. Innerhalb der Zauberergesellschaft gelten Squibs seit jeher als Anomalie. Ein Bruch im Erbe, das vor allem in reinblutbewussten Kreisen als Schande empfunden wird.
Besonders in alten Reinblutfamilien ist die Existenz eines Squibs ein Tabuthema. Das Fehlen von Magie wird dort als Makel angesehen, der die Reinheit der Blutlinie infrage stellt. Viele Familien verleugnen ihre Squib-Verwandten, streichen ihre Namen aus Stammbaumverzeichnissen oder verbreiten alternative Geschichten über deren Schicksal. In extremen Fällen werden Squibs ausgestoßen, verbannt oder gar getötet, um den „Schandfleck“ zu tilgen und den gesellschaftlichen Ruf der Familie zu bewahren.
Für die Betroffenen bedeutet dies oft ein Leben im Verborgenen oder im Exil. Da sie in der magischen Welt aufgewachsen sind, besitzen Squibs zwar Wissen über Magie, können sie aber nicht selbst ausüben. Viele werden in die nichtmagische Welt geschickt, um dort ein neues Leben zu beginnen, häufig ohne ausreichendes Verständnis oder Wissen über die Lebensweise der Muggel. Diese Anpassung fällt besonders schwer, wenn der Kontakt zu Muggelkultur und -technik zuvor vollständig fehlte.
Gesellschaftlich nehmen Squibs eine Zwischenposition ein. Sie gehören nicht wirklich zur magischen Welt, werden aber auch von der nichtmagischen Gesellschaft kaum verstanden. Ihr Status ist rechtlich kaum definiert, und in Zeiten des Erstarkens der Reinblut-Ideologie ist ihre Existenz gefährlicher denn je. Viele Reinblüter:innen sehen in ihnen den „Beweis“ für die angebliche Degeneration magischer Linien.
Damit stehen Squibs sinnbildlich für das Versagen jener Ideologien, die Blut über alles stellen. Sie erinnern daran, dass Magie unvorhersehbar und unkontrollierbar ist und dass Herkunft keine Garantie für Macht, Begabung oder Wert bedeutet.
Muggel
Als Muggel bezeichnet man Menschen, die keinerlei magische Fähigkeiten besitzen und nicht zur Zauberergesellschaft gehören. Sie bilden die überwältigende Mehrheit der Weltbevölkerung, leben jedoch getrennt von der magischen Gemeinschaft. Eine Trennung, die durch internationale Geheimhaltungsgesetze seit Jahrhunderten streng gewahrt wird.
Für die meisten Zaubernden bleiben Muggel ein abstraktes Konzept. Nur wenige haben engen Kontakt zur nichtmagischen Welt, und das Wissen über Muggelkultur, Technik und Geschichte ist in weiten Teilen der Zauberergesellschaft begrenzt oder verzerrt. Viele magische Familien, insbesondere Reinblüter:innen, betrachten Muggel mit einer Mischung aus Überheblichkeit und Unverständnis. In extremen Fällen schlägt diese Haltung in offenen Hass um. Befeuert durch Ideologien, die Muggel als minderwertig oder gefährlich darstellen.
Dabei beruht die Distanz zwischen beiden Welten weniger auf Feindschaft als auf Angst. Die Zaubererwelt fürchtet Entdeckung und Verfolgung, die Muggelgesellschaft würde Magie nicht begreifen oder akzeptieren. Diese gegenseitige Unwissenheit hat über Jahrhunderte eine fragile Koexistenz geschaffen, die auf Geheimhaltung basiert, aber auch auf Vorurteilen und Misstrauen.
Im gegenwärtigen Klima ist das Verhältnis angespannter denn je. Die Anhänger:innen Voldemorts propagieren offen den Hass auf Muggel und auf jene, die mit ihnen verwandt sind. Ihre Ideologie zielt auf eine „Reinigung“ der Zaubererwelt ab und nutzt die Angst vor Entfremdung, um Macht zu sichern.
Besonders konservative Kreise messen dem Blutstatus große Bedeutung bei und betrachten magisch reine Abstammung als Zeichen von Überlegenheit. Diese Einstellung hat über Jahrzehnte hinweg zu Diskriminierung, Vorurteilen und Spaltungen geführt. Während einige zaubernde Personen Gleichberechtigung und Zusammenhalt fordern, sehen andere darin eine Bedrohung ihrer Traditionen und Machtstrukturen.
Seit knapp sieben Jahren wird der Blutstatus zu einem politischen Werkzeug gemacht, das den Kern des aktuellen Konflikts bildet. Lord Voldemort und seine Anhänger:innen treiben die Reinblut-Ideologie mit fanatischer Überzeugung voran und sehen in der „Reinigung“ der Zaubererwelt ihr erklärtes Ziel. Muggelstämmige Zaubernde werden offen diffamiert, verfolgt und ermordet, während alte Reinblutfamilien zunehmend Einfluss und Macht gewinnen.
Der Blutstatus dient dabei als Vorwand für Gewalt, Kontrolle und Angst. Familien, die sich dem neuen Denken nicht anschließen, werden bedroht oder ausgelöscht. Das Ministerium steht unter Druck und schließt immer häufiger die Augen vor Übergriffen. So wird die Idee der „magischen Reinheit“ zu einem Werkzeug der Unterdrückung und einem Deckmantel für Machtgier, Fanatismus und soziale Spaltung.
Was früher also bloß Standesdenken war, wird nun zur Waffe. Blutstatus ist nicht länger nur eine Frage von Stolz oder Herkunft, sondern ein Instrument politischer Kontrolle, Ausgrenzung und Gewalt. Muggelstämmige werden systematisch diskriminiert, Halbblüter:innen geraten zwischen die Fronten, Squibs verschwinden spurlos, und selbst unter Reinblüter:innen herrscht Misstrauen.
In dieser Atmosphäre werden familiäre Abstammung und gesellschaftliche Zugehörigkeit zu Fragen von Leben und Tod. Der Blutstatus prägt nicht nur, wie Menschen gesehen werden, er entscheidet über Chancen, Sicherheit und Überleben.
Reinblut
Als Reinblüter:innen gelten Hexen und Zauberer, deren Familien ausschließlich aus magisch begabten Vorfahren bestehen. Sie bilden den kleinsten Teil der magischen Bevölkerung, genießen jedoch traditionell das höchste gesellschaftliche Ansehen. Der Begriff reines Blut ist eng mit Status, Vermögen und Tradition verbunden und hat die sozialen Strukturen der Zaubererwelt über Jahrhunderte geprägt.
Viele alte Reinblutfamilien – wie die auf der Liste der sogenannten Unantastbaren 28 – führen ihre Abstammung über Generationen hinweg zurück und betrachten sich als Bewahrer:innen der „alten Magie“. Innerhalb solcher Familien werden Abstammung, Heirat und Blutlinie streng kontrolliert. Verbindungen mit Muggelstämmigen oder Halbblüter:innen gelten als unerwünscht oder sogar ehrlos. Dieser Anspruch auf Reinheit wird oft mit dem Glauben an eine angeblich höhere magische Begabung oder moralische Überlegenheit verbunden, für die es jedoch keine Beweise gibt.
Im Alltag zeigt sich die Reinblut-Ideologie vor allem durch soziale Abgrenzung. Viele Reinblüter:innen bewegen sich in geschlossenen Kreisen, bewohnen eigene Anwesen und pflegen Traditionen, die sich über Jahrhunderte kaum verändert haben. Ihr Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Bildung ist beträchtlich, besonders im Ministerium für Zauberei, wo zahlreiche Schlüsselpositionen seit Generationen in den Händen alter Familien liegen.
Mit dem Erstarken Voldemorts und seiner Anhänger:innen hat die Reinblut-Ideologie eine gefährliche politische Dimension gewonnen. Was zuvor gesellschaftliche Überheblichkeit war, wird nun zur Legitimation von Gewalt. Einige Reinblutfamilien unterstützen die Todesser und nutzen ihre Macht, um eine magische Gesellschaft nach ihrem Bild zu formen. Andere versuchen, neutral zu bleiben oder sich heimlich gegen die zunehmende Radikalisierung zu stellen, um nicht selbst ins Visier zu geraten.
Reinblüter:innen verkörpern damit die Gegensätze der Zaubererwelt: alte Macht und Tradition auf der einen, Angst und Fanatismus auf der anderen Seite. In einer Zeit, in der Blutstatus über Leben und Tod entscheiden kann, bleibt ihre Rolle zentral und machtvoll.
Halbblut
Als Halbblüter:innen bezeichnet man zaubernde Personen, deren familiäre Herkunft sowohl magische als auch nichtmagische Vorfahren umfasst. Damit bilden sie den größten Teil der heutigen Zaubererbevölkerung in Großbritannien. In einer Welt, in der Reinblutlinien zunehmend selten werden, sind Halbblüter:innen zur Norm geworden, auch wenn ihr Blutstatus in konservativen Kreisen weiterhin als minderwertig gilt.
Viele der alten Reinblutfamilien verloren ihren Status im Laufe der Jahrhunderte durch Heiraten mit Muggelstämmigen oder durch unklare Abstammung. Diese Familien gelten heute offiziell als halblütig, pflegen aber oft noch immer dieselben Überzeugungen wie ihre reinblütigen Vorfahren. Einige halten an traditionellen Werten fest, grenzen sich von Muggelstämmigen ab und betonen ihre Nähe zu „magischer Reinheit“, um gesellschaftliches Ansehen zu wahren oder zurückzugewinnen.
Trotz dieser Spannungen nehmen Halbblüter:innen eine zentrale Rolle in der magischen Gesellschaft ein. Sie sind in allen gesellschaftlichen Schichten vertreten, von einfachen Arbeiterfamilien bis hin zu einflussreichen Linien mit jahrhundertealter Geschichte. Dennoch kann ihr Blutstatus in Zeiten politischer Unruhe zum Nachteil werden. Besonders während dem Wiedererstarken der Reinblut-Ideologie geraten viele Halbblüter:innen zwischen die Fronten. Für die Anhänger:innen Voldemorts sind Halbblüter:innen ein notwendiges Übel. Nützlich, solange sie sich anpassen, aber niemals wirklich gleichwertig.
So stehen Halbblüter:innen zwischen den Welten: Sie sind das verbindende Glied zwischen Reinblut und Muggelstämmigkeit, zugleich aber auch Projektionsfläche für die Ängste und Vorurteile einer Gesellschaft, die sich über Abstammung definiert.
Muggelstämmig
Als Muggelstämmige bezeichnet man zaubernde Personen, die aus nichtmagischen Familien stammen und ihre magischen Fähigkeiten meist unerwartet entwickeln. Sie bilden eine vergleichsweise kleine Minderheit innerhalb der britischen Zaubererbevölkerung. Trotz gleicher magischer Begabung werden Muggelstämmige seit Jahrhunderten gesellschaftlich benachteiligt. Besonders in Zeiten, in denen Blutstatus und Herkunft politisiert werden.
Die magische Welt ist historisch von und für Menschen mit magischer Abstammung geschaffen worden. Gesetze, Traditionen und Institutionen orientieren sich an ihrer Lebensrealität. Für Muggelstämmige bedeutet das häufig, dass sie in eine Gesellschaft eintreten, die ihnen fremd ist und in der sie sich erst zurechtfinden müssen. Viele verfügen über keine familiären Verbindungen in die Zaubererwelt und sind auf Unterstützung durch Lehrer:innen oder Freund:innen angewiesen, um grundlegende Strukturen zu verstehen.
Mit dem Erstarken der Reinblut-Ideologie und dem Einfluss Voldemorts hat sich ihre Situation dramatisch verschlechtert. Muggelstämmige werden zunehmend als Bedrohung dargestellt und als „Eindringlinge“ in die magische Gesellschaft diffamiert. Unter den Todessern gilt ihre Existenz als „Beweis“ für eine angebliche Schwächung der Zaubererwelt. Diese Haltung führt zu offener Diskriminierung, Anfeindungen und gewaltsamen Übergriffen. Viele Muggelstämmige leben in Angst oder versuchen, ihre Herkunft zu verbergen, um sich und ihre Familien zu schützen.
Offiziell sind Muggelstämmige dem Gesetz nach gleichgestellt, doch in der Praxis spüren sie strukturelle Ausgrenzung auf vielen Ebenen. Von Bildung und Beschäftigung bis hin zu gesellschaftlicher Akzeptanz. Besonders im Ministerium für Zauberei nehmen Vorurteile zu, und Maßnahmen, die unter dem Vorwand der „Sicherheitskontrolle“ stehen, dienen oft der Erfassung und Überwachung nichtmagischstämmiger Bürger:innen.
In einer Zeit, in der die Reinblut-Ideologie wieder zur treibenden Kraft wird, stehen Muggelstämmige am Rand der Gesellschaft. Ihr Dasein erinnert daran, dass Magie nicht an Blut gebunden ist und dass Gleichheit in der Zaubererwelt noch immer ein Ideal ist, das gefährlich weit von der Realität entfernt liegt.
Squib
Als Squibs bezeichnet man Menschen, die aus magischen Familien stammen, selbst jedoch keine magischen Fähigkeiten besitzen. Sie sind Kinder die keine Anzeichen magischer Begabung zeigen. Innerhalb der Zauberergesellschaft gelten Squibs seit jeher als Anomalie. Ein Bruch im Erbe, das vor allem in reinblutbewussten Kreisen als Schande empfunden wird.
Besonders in alten Reinblutfamilien ist die Existenz eines Squibs ein Tabuthema. Das Fehlen von Magie wird dort als Makel angesehen, der die Reinheit der Blutlinie infrage stellt. Viele Familien verleugnen ihre Squib-Verwandten, streichen ihre Namen aus Stammbaumverzeichnissen oder verbreiten alternative Geschichten über deren Schicksal. In extremen Fällen werden Squibs ausgestoßen, verbannt oder gar getötet, um den „Schandfleck“ zu tilgen und den gesellschaftlichen Ruf der Familie zu bewahren.
Für die Betroffenen bedeutet dies oft ein Leben im Verborgenen oder im Exil. Da sie in der magischen Welt aufgewachsen sind, besitzen Squibs zwar Wissen über Magie, können sie aber nicht selbst ausüben. Viele werden in die nichtmagische Welt geschickt, um dort ein neues Leben zu beginnen, häufig ohne ausreichendes Verständnis oder Wissen über die Lebensweise der Muggel. Diese Anpassung fällt besonders schwer, wenn der Kontakt zu Muggelkultur und -technik zuvor vollständig fehlte.
Gesellschaftlich nehmen Squibs eine Zwischenposition ein. Sie gehören nicht wirklich zur magischen Welt, werden aber auch von der nichtmagischen Gesellschaft kaum verstanden. Ihr Status ist rechtlich kaum definiert, und in Zeiten des Erstarkens der Reinblut-Ideologie ist ihre Existenz gefährlicher denn je. Viele Reinblüter:innen sehen in ihnen den „Beweis“ für die angebliche Degeneration magischer Linien.
Damit stehen Squibs sinnbildlich für das Versagen jener Ideologien, die Blut über alles stellen. Sie erinnern daran, dass Magie unvorhersehbar und unkontrollierbar ist und dass Herkunft keine Garantie für Macht, Begabung oder Wert bedeutet.
Muggel
Als Muggel bezeichnet man Menschen, die keinerlei magische Fähigkeiten besitzen und nicht zur Zauberergesellschaft gehören. Sie bilden die überwältigende Mehrheit der Weltbevölkerung, leben jedoch getrennt von der magischen Gemeinschaft. Eine Trennung, die durch internationale Geheimhaltungsgesetze seit Jahrhunderten streng gewahrt wird.
Für die meisten Zaubernden bleiben Muggel ein abstraktes Konzept. Nur wenige haben engen Kontakt zur nichtmagischen Welt, und das Wissen über Muggelkultur, Technik und Geschichte ist in weiten Teilen der Zauberergesellschaft begrenzt oder verzerrt. Viele magische Familien, insbesondere Reinblüter:innen, betrachten Muggel mit einer Mischung aus Überheblichkeit und Unverständnis. In extremen Fällen schlägt diese Haltung in offenen Hass um. Befeuert durch Ideologien, die Muggel als minderwertig oder gefährlich darstellen.
Dabei beruht die Distanz zwischen beiden Welten weniger auf Feindschaft als auf Angst. Die Zaubererwelt fürchtet Entdeckung und Verfolgung, die Muggelgesellschaft würde Magie nicht begreifen oder akzeptieren. Diese gegenseitige Unwissenheit hat über Jahrhunderte eine fragile Koexistenz geschaffen, die auf Geheimhaltung basiert, aber auch auf Vorurteilen und Misstrauen.
Im gegenwärtigen Klima ist das Verhältnis angespannter denn je. Die Anhänger:innen Voldemorts propagieren offen den Hass auf Muggel und auf jene, die mit ihnen verwandt sind. Ihre Ideologie zielt auf eine „Reinigung“ der Zaubererwelt ab und nutzt die Angst vor Entfremdung, um Macht zu sichern.