Werwölfe [bespielbar]

Werwölfe gehören zu den gefürchtetsten und mitunter zu den tragischsten Wesen der Zaubererwelt. Sie sind keine eigene Spezies im klassischen Sinne, sondern infizierte Menschen, die durch den Biss eines Werwolfs an Vollmond mit Lykanthropie angesteckt wurden. Dabei kann man nur zu einem Werwolf gemacht werden, wenn man am Vollmond gebissen wurde. Zur Infizierung braucht es einen an Vollmond entstandenen Biss.
Kratzer oder Wunden die abseits vom Vollmond durch Einsatz von Nägeln oder Zähnen zustande kommen, führen zu keiner Verwandlung, übertragen aber ebenfalls Symptome, wie den Heißhunger auf Fleisch. Wie stark die übertragenen Symptome in diesem Fall empfunden werden, hängt von der Anfälligkeit des Opfers, sowie auch davon ab, wie "nah" der Werwolf seiner wölfischen Seite zum Zeitpunkt der Entstehung der Wunde ist. Besonders bei absichtlich zugefügten Wunden, kann es vorkommen, dass sogar Silberdiptam zur Heilung benötigt wird. Das gilt auch für Wunden, die sich Werwölfe abseits des Vollmonds selbst zufügen.

Zu einem Werwolf kann faktisch jeder Mensch gemacht werden. Nichtmagische Menschen haben es jedoch schwerer den Biss und die erste Verwandlung beim nächsten Vollmond zu überleben, weswegen vor allem zaubernde Personen den größten Anteil an Werwölfen stellen.

Der infizierte Mensch verliert bei der Verwandlung zu einem Werwolf sein menschliches Bewusstsein. Er verwandelt sich in einen großen Wolf, der ganz seinen tierischen Instinkten und seinem Wesen folgt. Es gibt keine Möglichkeit dieser Verwandlung an Vollmond zu entgehen, sobald die Sonne untergegangen ist, verwandelt sich der Mensch in den Werwolf. das bdeutet, dass er in Winternächten länger verwandelt ist als in Sommernächten. Dabei ist die Verwandlung nicht nur das schmerzhafteste, was man sich vorstellen kann, da jeder Knochen im Körper gebrochen und verschoben wird, sondern man greift auch alles an, was einem begegnet. Auch diejenigen, die einem am nächsten stehen.

Weibliche Werwölfe sind nicht in der Lage, ein Kind auszutragen, da sich ihr menschlicher Körper mit jedem Vollmond vollkommen verändert und dem Fötus jede Chance auf Überleben nimmt.
Außerdem haben Werwölfe oft eine deutlich kürzere Lebensspanne als nicht infizierte Personen, da die Verwandlung sehr viel Kraft und Energie kostet und den Körper über die Zeit langsam zermürbt.

Ein Werwolf wird davon getrieben, eine andere Person zu infizieren. Werden sie dabei behindert, indem sie zum Beispiel eingesperrt werden, verletzen sich Werwölfe selbst. Aber auch Revierkämpfe mit anderen Werwölfen können zu schweren Wunden und daraus resultierenden Narben führen.

Wunden von Werwölfen müssen mit Silber behandelt werden, um nicht tödlich zu enden. So sind auch frisch verwandelte Personen gezwungen, sich ihre Wunden mit Silber ausbrennen zu lassen, damit sie nicht an ihnen sterben. Werwölfe reagieren dabei je nach Annahme ihrer wölfischen Natur unterschiedlich heftig auf Silber. Je besser man seinen Werwolf annehmen kann, desto stärker wird man durch das Silber “verbrannt”, wenn man es aufträgt.
Besonders hilfreich ist bei diesem Prozess Silberdiptam, was auch in der Heilkunde für Werwolfwunden verwendet wird. Dieser Vorgang hinterlässt jedoch oft sichtbare Narben auf dem Körper, sodass es schwieriger wird, seine Existenz als Werwolf zu verbergen.
An Silber zu gelangen ist außerordentlich herausfordernd, da das Edelmetall oft zu kostbar für die mittellosen Werwölfe ist. Greyback und sein Rudel nutzen diesen Umstand gezielt, um andere Werwölfe in ihren Reihen zu halten und ihnen damit zu ermöglichen, dass nach jeder Verwandlung ihre Wunden versorgt werden.

Personen mit Lykanthropie müssen sich nicht nur mit dem Gedanken anfreunden, dass diese Krankheit bislang unheilbar ist, obwohl es erste Studien zu einem Trank gibt, sondern auch damit leben, dass ab ihrer ersten Verwandlung ihr Leben vom Mondzyklus beeinflusst wird.
Je nach Mondphase kann sich das mentale Verhalten der infizierten Person stark unterscheiden. Nahe und während des Vollmonds sind Werwölfe oft sehr launisch, schnell gereizt und überreizt. Ihre Sinne sind wesentlich empfindlicher und ihre Körpertemperatur steigt deutlich an.
Manche beschreiben, dass es ihnen gesundheitlich am Vollmond wesentlich besser geht, als an Neumond oder anders herum. Fakt ist jedoch, dass eine der beiden Mondphasen für Werwölfe oft mit milderen oder stärkeren Erkältungssymptomen einhergehen, die mitunter mehrere Tage vor und nach der Mondphase auftreten. Auffällig ist zumindest, dass jemand, der sich massiv gegen seinen inneren Werwolf sträubt, oft wesentlich kränker wird als Werwölfe, die ihre andere Seite annehmen.
Man geht davon aus, dass die Wirkung des Werwolfs an Neumond am schwächsten ist, weswegen die Symptome so gegensätzlich ausfallen.





Werwölfe in der Gesellschaft

Kaum eine Gruppe wird in der magischen Gesellschaft so systematisch gefürchtet, gehasst und entmenschlicht wie die Werwölfe. Sie sind die Verkörperung einer Angst, die sich tief in das Bewusstsein und die Kultur der Zaubererwelt eingegraben hat. Seit Jahrhunderten werden Werwölfe ausgegrenzt und stigmatisiert.
In Schulen und Familien wird die Angst vor Werwölfen früh vermittelt. Eltern drohen ihren Kindern bei Ungehorsam, dass Greyback sie kommen holt. Werwölfe sind oft Monster in Kindergeschichten und nähren damit bereits ab einem früheren Alter die kollektive Paranoia und Angst gegenüber den Infizierten.

Viele von ihnen werden von ihrer Familie verstoßen, sobald eine Infektion bekannt wird. Dabei verlieren sie nicht nur den Rückhalt der eigenen Freunde und Verwandten, sondern werden auch an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Werwölfe haben oft kaum Möglichkeiten auf Bildung oder Schutz, weswegen sie fast immer gezwungen sind, sich einem Rudel anzuschließen, auch wenn sie nicht immer deren Überzeugung vertreten.
Werwölfen ist es durch die monatliche Verwandlung fast nicht möglich einer geregelten Arbeit nachzugehen. Oft halten sie sich nur wenige Wochen in einem Beruf, bevor sie durch Fehlen oder Krankheit die Arbeitsstelle verlieren, da sie sich durch wiederholte Krankheit zum Vollmond ungewollt outen. Dies führt auch dazu, dass viele Werwölfe auf der Straße leben, da sie sich schlicht keine Wohnung leisten können. Die meisten Werwölfe leben also in Armut, versteckt, abgeschnitten von der Gesellschaft und ohne Rückhalt.



Werwolfgesetze des Ministeriums

  • Registrierung
    Jeder Werwolf ist dazu verpflichtet, sich registrieren zu lassen. Wer sich weigert oder untertraucht, gilt als vogelfrei und darf damit gejagt, verfolgt und sogar hingerichtet werden.
  • Ohrmarken
    Bei jeder Neu-Registrierung wird einem Werwolf eine magische Ohrmarke am linken Ohr befestigt. Diese kann bei Missachten der Regeln ausgelöst werden und sorgt für einen sofortigen Tod des Werwolfs. Bereits registrierte Werwölfe werden nach und nach mit einer solchen Marke versehen, da dieses Gesetz erst Anfang Dezember 1978 in Kraft getreten ist. Die Ohrmarken erinnern dabei stark an gelbe Kuh-Marken.
  • Vollmondnächte in der Zelle
    Alle registrierten Werwölfe müssen sich zu Vollmond immer in einer Zelle in der Tavers-Arena oder im Ministerium einfinden, wo sie die Nacht verbringen. Sollten sie sich weigern, nicht erscheinen oder auffällig werden, können jederzeit die Ohrmarken ausgelöst werden.
  • Auffällige Werwölfe
    Sollte ein Werwolf Widerstand leisten, aufmüpfig werden, rebellieren oder gegen die Gesetze des Ministeriums und des Werwolffangkommandos verstoßen, steht es den Mitarbeitenden des Werwolffangkommandos frei, den Werwolf auch über seine Verwandlung hinaus in einer Zelle der Travers-Arena zu behalten.
  • Liquidierung
    Ab Dezember 1978 ist es jedem Werwolffänger gestattet, Werwölfe zu liquidieren, die sich nicht an die vorgeschriebenen Gesetze des britischen Zaubereiministeriums halten. Dabei haben die hiesigen Mitarbeitenden freien Ermessensspielraum bei der Urteilsfindung.



    Fähigkeiten

    Bessere Sinne
    Werwölfe verfügen über wesentlich bessere Sinne als nicht infizierte Personen. Sie haben ein sehr feines Gehör, können feinste Duftnoten nicht nur filtern und erkennen, sie können ihnen sogar folgen. Und sie haben eine bessere Sicht in der Dunkelheit. Einige Werwölfe schwören sogar darauf, dass sie den Geruch von schwarzer Magie als eine faulige Note in der Luft wahrnehmen.
    Der Umstand der besseren Sinne sorgt jedoch auch dafür, dass sie wesentlich empfindlicher auf ihr Umfeld reagieren. Heftige Gerüche führen zu Übelkeit. Laute Geräusche sorgen schnell für Ohrenschmerzen. Außerdem neigen sie zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit, besonders wenn der Vollmond naht.

    Schneller Stoffwechsel
    Mit Lykanthropie infizierte Personen haben einen schnelleren Stoffwechsel. Dieser sorgt dafür, dass sie eine höhere Körpertemperatur haben und weniger leicht bis gar nicht frieren. Allerdings hat dieser Effekt auch den Nachteil, dass Werwölfe sich nicht so einfach und mit einer herkömmlichen Menge an Rauschmitteln betäuben können. Sie müssen jegliche Stoffe zur Sinnesverneblung in rauen Mengen zu sich nehmen, um überhaupt einen Effekt zu erzielen und dieser dauert meist auch nicht sonderlich lange an, sodass es sich fast nicht lohnt, sich mit Alkohol, Schmerzmitteln oder Drogen auseinanderzusetzen.

    Verwandlung
    Jede infizierte Person verwandelt sich nach dem Biss ab ihrem ersten Vollmond in einen Werwolf. Diese Verwandlung ist so allumfassend, dass vom eigentlichen Menschen nichts mehr übrig bleibt, da sich jeder Knochen und Muskel so grundlegend verändert, dass ein großer Wolf daraus entsteht. Dieser Prozess ist nicht nur einer der schmerzhaftesten, die man sich vorstellen kann, es sorgt auch dafür, dass das menschliche Bewusstsein vollkommen verschwindet und man ganz zum Werwolf wird.
    Es gibt zur Zeit kein Mittel, das diesen Prozess in irgendeiner Weise angenehmer oder aushaltbarer macht. Jeder Infizierte ist gezwungen, diese Verwandlung bei Vollmond zu vollziehen und es gibt auch keine Möglichkeit, sich ihr zu entziehen, außer dem Tod.

    Als Werwolf ist man jedoch stärker und schneller als eine unausgebildete Person und eine ernstzunehmende, angsteinflößende Bedrohung, die ganz vom Wunsch, eine andere Person zu infizieren, getrieben wird. Werwölfe können dabei viele Meilen auf die Jagd zurücklegen, ohne erschöpft zu sein.
    Am Morgen nach einer Verwandlung kann sich die infizierte Person jedoch nur noch an winzige Bruchstücke, wenn überhaupt, erinnern. Man wacht nackt, angeschlagen und mit schmerzenden Körper irgendwo in einer Zelle oder der Wildnis auf und ist Minuten, manchmal sogar stundenlang fast wehrlos.



    Kurzinformationen

    • Werwölfe sind keine eigene Spezies im klassischen Sinne, sondern infizierte Menschen, die durch den Biss eines Werwolfs an Vollmond mit Lykanthropie angesteckt wurden.
    • Man kann nur zum Werwolf gemacht wer
      den, wenn man am Vollmond gebissen wurde.
    • Kratzer und kleinere Wunden von Infizierten führen nur zu einer erhöhten Lust auf blutiges Fleisch.
    • Nichtmagische Menschen (Muggel) überleben den Biss oder die erste Verwandlung fast nie.
    • Eine Infizierung ist nicht heilbar.
    • Der infizierte Mensch verliert bei der Verwandlung zu einem Werwolf sein menschliches Bewusstsein.
    • Man verwandelt sich in einen großen Wolf.
    • Es gibt keine Möglichkeit dieser Verwandlung an Vollmond zu entgehen, sobald die Sonne untergegangen ist, verwandelt sich der Mensch in den Werwolf, das bedeutet, dass er in Winternächten länger verwandelt ist als in Sommernächten.
    • Die Verwandlung zählt zu einer der schmerzhaftesten Dinge, die es gibt.
    • Für einen Werwolf ist das höchste Ziel einen anderen Menschen zu infizieren, das gesamte Sein ist davon bestimmt und macht auch nicht halt vor Freunden, Familien oder den Lieben.
    • Aufgrund der monatlichen Veränderung ihres Körpers ist es weiblichen Infizierten nicht möglich, ein Kind auszutragen.
    • Werwölfe haben eine geringere Lebenserwartung als zaubernde Personen oder Muggel, da sie durch die schmerzhafte und anstrengende Verwandlung ihren Körper mit der Zeit zermürben.
    • Eingesperrte Werwölfe verletzen sich selbst, aber auch Revierkämpfe unter Werwölfen führen oft zu schweren Wunden, die nicht selten in Narben enden.
    • Silber hilft dabei Blutungen zu stoppen, da es die Wunden “ausbrennt”. Besonders hilfreich erweist sich dabei Silberdiptam, dass man auch in der Medizin zur Behandlung von Werwolfverletzungen verwendet.
    • Infizierte Personen reagieren dabei unterschiedlich stark auf Silber. Je mehr man mit seinem wölfischen Teil verbunden ist, desto heftiger reagiert man auf das Edelmetall.
    • Je nach Mondphase kann sich das mentale Verhalten der infizierten Person stark unterscheiden.
    • Nahe und während des Vollmonds sind Werwölfe oft sehr launisch, schnell gereizt und überreizt.
    • Ihre Sinne sind wesentlich empfindlicher und ihre Körpertemperatur steigt deutlich an.
    • Je nach Mondphase entwickeln Werwölfe Erkältungssymptome, die sich je nach Annahme des eigenen wölfischen Anteils stärker oder schwächer ausprägen. Werwölfe, die sich vehement gegen ihre Verwandlung sträuben, werden richtig krank, während Werwölfe, die ihre Natur annehmen, mit einem leichteren Verlauf rechnen können.
    • Werwölfe leben am Rand der Gesellschaft. Sie werden systematisch ausgegrenzt. Es wird sich von ihnen abgewandt, sie werden verstoßen, aus dem Stammbaum getilgt und als Monster, sowie als Drohung in Kindergeschichten schon den Kleinsten präsentiert.
    • Die Mehrheit der Bevölkerung hat wahnsinnige Angst vor Werwölfen.
    • Infizierte Personen haben kaum Möglichkeit einen Beruf auszuüben und sind deswegen von Armut und Obdachlosigkeit bedroht.
    • Jegliche Bildung, bei einem Biss im Kindes- oder Teenageralter, bleibt ihnen verwehrt.
    • Sie werden faktisch in Rudel gedrängt, da sie keinen Platz in der Gesellschaft haben.
    • Werwölfe werden vom Ministerium gejagt, markiert und hingerichtet, bei Missachtung der Gesetze.