Greybacks Rudel
Das Rudel von Fenrir Greyback ist mehr als eine Gruppe verwilderter Werwölfe. Sie gleichen einer gefährlichen, sektengleichen Bewegung, die sich gegen die Strukturen der magischen Gesellschaft auflehnt. Angeführt wird das Rudel vom berüchtigten Fenrir Greyback, der nicht nur stolz auf seine Werwolfnatur ist, sondern aktiv danach strebt, dass Werwölfe nicht nur ein fester Teil der magischen Gesellschaft werden, sondern diese vor allem dominieren.
Seit mehreren Jahren wächst das Rudel stetig weiter. Greyback und seine Anhänger:innen werben gezielt neue Mitglieder an. Sie sammeln verstoßene Werwölfe, verängstigte Jugendliche und zunehmend auch Menschen ohne Biss ein, die sich von Greybacks wahnsinniger Ideologie angesprochen fühlen.
Greybacks Methoden sind dabei äußerst brutal. Er beißt Kinder absichtlich, um sie aus ihren Familien zu reißen und an sich zu binden. In den Augen seiner Anhänger:innen ist er eine Art Vaterfigur und lässt sich von ihnen auch genau so ansprechen: Vater. Viele in seinem Rudel fühlen sich zum ersten Mal in ihrem Leben gesehen, beschützt und gebraucht und er nutzt das schamlos aus, um sie zu gefügigen Anhänger:innen zu machen. Der kleinen Armee, die Greyback um sich geschart hat, ist es auch zu verdanken, dass Voldemort auf ihn aufmerksam wurde. Überfälle, Anschläge und Zusammenarbeiten mit den Todessern nehmen zu und das Rudel kämpft häufig Hand in Hand mit Voldemorts Anhänger:innen.
Trotz ihrer rauen Lebensweise pflegt das Rudel intern einen fast schon hippiehaften Charme: freie Liebe, eine große Offenheit gegenüber unterschiedlichen Herkünften, Identitäten und Sexualitäten - nur Musik macht sich in dieser Gemeinschaft eher rar, da Greyback kein Freund davon ist. Wer sich anschließt, findet eine Gemeinschaft, die auf den ersten Blick wild und gefährlich wirkt, aber von einem tiefen, fast animalischen Zusammenhalt geprägt ist. Jeder ist Teil der Familie, niemand muss allein sein.
Fenrir Greyback versteht sich nicht bloß als Anführer seines Rudels, er ist ihr Vater, und so sollen sie ihn auch sehen: als jenen, der ihnen Heimat, Sinn und eine Familie schenkt, die ihnen die magische Welt einst genommen hat. Er ist ein geborener Charmeur und ein Meister der Worte. Er sagt jedem genau das, was er hören will, um sich gesehen, gebraucht und wichtig zu fühlen. Dabei regiert er nicht mit Angst, sondern mit Verständnis. Seine Stärke liegt nicht in Drohungen, sondern darin, den verlorenen Seelen in seinen Reihen das zu geben, wonach sie sich sehnen: Zugehörigkeit.
Innerhalb des Rudels wird er nicht gefürchtet, sondern geschätzt, geliebt, von manchen sogar verehrt. Seine Präsenz ist allgegenwärtig, sein Rat gesucht, sein Lob wie eine Belohnung. Für Außenstehende wirkt dieses Miteinander oft befremdlich, manchmal unheimlich. Zu groß ist der Zusammenhalt, zu bedingungslos die Loyalität, zu selbstverständlich die Rolle, die Greyback in den Herzen seiner Kinder einnimmt.
An seiner Seite steht seine erstgeborene Tochter Livia, seine linke Hand. Sie gilt als sein verlängerter Arm, doch niemand zweifelt daran, wer der Alpha ist. Denn so freundlich und väterlich Greyback auch sein mag, er zeigt ein anderes Gesicht, wenn jemand seine Führung in Frage stellt. Wer ihm seinen Rang streitig machen will, spürt den Wolf hinter seinen Augen, spürt, dass in seinem Lächeln auch Zähne liegen.
Lebensmittel und Alltagsgüter beschafft sich das Rudel meist in umliegenden Muggeldörfern. Was sie selbst herstellen, verkaufen sie heimlich auf Märkten - von selbstgegerbten Fellen bis zu Schmuckstücken - manchmal sogar in der Nokturngasse.
Wissenswertes für Mitglieder des Rudels
Ein Charakter im Rudel bedeutet, Teil einer gefährlichen, radikalen und oft gewalttätigen Gemeinschaft zu sein. Fenrir Greyback duldet weder Widerspruch noch Schwäche; Loyalität wird erwartet und regelmäßig auf die Probe gestellt. Greyback steht über allem, herrscht aber nicht mit Angst. Er gibt sich als “Vater”, der nur das Beste für seine Kinder will und wird von den Mitgliedern des Rudels zum Teil regelrecht verehrt.
Viele Mitglieder stammen aus schwierigen Verhältnissen. Sie wurden von der Gesellschaft verstoßen, sind ohne Familie oder Perspektive. Charaktere könnten das Rudel aus purer Verzweiflung oder aus dem Wunsch nach Zugehörigkeit gewählt haben.
Das Rudel ist lose mit den Todessern verbunden. Manche sehen sie als Verbündete, andere misstrauen ihnen. Dieses Konfliktpotenzial kann auch für deinen Charakter interessant sein und Zweifel hinsichtlich Greybacks Entscheidungen wecken.
hr Zuhause sind Planwagen und Zelte, die sie tief in den Wäldern aufschlagen, bevorzugt an abgeschiedenen Orten nahe Seen oder Bächen, wo das Rudel frisches Wasser hat und im Schutz der Bäume verschwindet. Ihre Lagerplätze wechseln alle paar Vollmonde; dann ziehen sie weiter, um ihre Spuren zu verwischen und sicher zu bleiben.
Das Lager hat zentrale Feuerstellen und Kochplätze, an denen drei Mal täglich gemeinsam Essen zubereitet wird. Jeder darf sich bedienen, egal ob Werwolf oder Hexe, die in das Rudel aufgenommen wurden. Diese Frauen, von Greyback oft gezielt angeworben, sind aus einem speziellen Grund Teil des Rudels: Sie sollen seine Kinder gebären und den uninfizierten Nachwuchs während der Vollmondnächte betreuen. Innerhalb des Rudels werden sie akzeptiert, wenngleich sie rangtechnisch unter den Werwölfen stehen.
Die Planwagen, in denen sie schlafen, sind mehr als nur Transportmittel. Jeder Wagen ist wie ein kleines, mobiles Zuhause eingerichtet. Es verfügt über Bett, Schreibtisch, Regalen und persönliche Gegenstände. Ein Zeichen für den starken Zusammenhalt ist, dass die Türen dieser Wägen niemals verriegelt werden; Vertrauen ist überlebenswichtig in einem Leben, das so eng miteinander verwoben ist.
Sobald sie an einem neuen Ort ankommen, richtet das Rudel ein richtiges Lager ein, das von mächtigen Schutzzaubern umgeben ist. Diese Zauber binden jedes Mitglied ein: Nur sie und Nahestehende, die mit ihnen gehen, können die unsichtbare Schwelle überschreiten.
Sollte euer Charakter neu zum Rudel dazustoßen, ist zu beachten, dass Greyback sich nicht sofort als eben dieser zu verstehen gibt, sondern Neuankömmlinge erst als Viggo kennenlernt. Damit will er sicherstellen, dass die Neuen keine Gefahr für das Rudel und damit seine Familie darstellen oder gekommen sind, um ihn dem Ministerium auszuliefern. Sein wahres Gesicht und seinen Namen zeigt er erst dann, wenn er von der Loyalität der Neuzugänge überzeugt ist.
Mitglied werden
Die meisten Infizierten suchen das Rudel nicht – sie werden gefunden. Greyback hält stets Ausschau nach jenen, die aus der Gesellschaft gefallen sind, nach denen, die niemand mehr haben will. Auch seine „Kinder“ streifen durch das Land und bringen die Verlorenen zurück, um sie daran zu erinnern, dass sie keine verlorenen Schafe sind, sondern Wölfe. Wölfe, die jetzt wieder eine Familie haben, die sie unterstützt und für sie da ist. Wer sich dem Rudel anschließen will, kann jederzeit auf ein Mitglied oder sogar auf Greyback selbst treffen. Doch kaum jemand erkennt ihn, wenn es geschieht, denn sein wahres Gesicht ist der Öffentlichkeit nicht bekannt.
Erkennungsmerkmale
Nicht registrierte Werwölfe sind auf den ersten Blick kaum zu erkennen. Viele von ihnen tragen Narben, die Spuren ihrer ersten Verwandlung oder der Nacht, in der sie gebissen wurden. Sichtbar sind diese allerdings nur, wenn sie nicht von Kleidung verdeckt werden.
Abgesehen davon können sich die Mitglieder des Rudels meist unauffällig unter die Menschen mischen. Zumindest solange kein Vollmond am Himmel steht.
Shortfacts
Wichtige Fakten im Schnelldurchlauf:
Charakteranbindungen
Das Rudel könnte interessant sein für:
Aktuelle Plots für das Rudel
04. Dezember 1978 || Planung eines Anschlags
Ein neues Flugblatt macht die Runde und erreicht auch das Lager durch puren Zufall. Es ist Wahlwerbung für Prometheus Travers, der ein noch strengeres Vorgehen gegen die Werwölfe ankündigt, wenn er gewählt wird. Greyback tobt. In seinen Augen ist es nicht nur ein Versprechen, sondern ein direkter Angriff auf Werwölfe. Am Abend des 05. Dezembers ruft Greyback alle im Lager zusammen – auch jene, die sonst nur sporadisch vor Ort sind. In einer Versammlung am Lagerfeuer spricht Greyback zum Rudel: Gemeinsam sollen sie einen Angriff auf Travers und die restliche Gesellschaft verüben. Einen Akt, der die Hexen und Zauberer spüren lässt, dass man sich mit Werwölfen nicht ungestraft anlegt.
Plotbesprechung: Zum Thread
Szene: Out For Some Blood
06. Dezember 1978 || Anschlag auf die Winkelgasse
Mit den Totenschädeln von Tieren verhüllt, überfallen die Werwölfe außerhalb des Vollmonds die Winkelgasse. Ihre Wut richtet sich gegen die Gesellschaft, die sie verstoßen hat, besonders aber gegen Prometheus Travers, der gerade seinen berüchtigten Anti-Werwolf-Stammtisch abhält. Die Werwölfe bringen eine Gewalt mit sich, wie sie die Zauberwelt kaum kennt. Dynamit und Messer werden zu Werkzeugen der Rache, geführt von Greybacks Kindern, die gnadenlos über ihre Opfer herfallen. Mehrere Explosionen zerreißen die Stille der Gasse, Fensterscheiben bersten, Schreie hallen zwischen den Mauern und über allem steht Greyback auf den Dächern und beobachtet das Chaos, der ins Rollen gebracht hat.
Plotbesprechung: Zum Thread
Szene: Feuer und Asche in der Winkelgasse
Timeline von Rudel-Geschehen
Oktober
Schon bei Tage stapelten die Rudelmitglieder das Holz zu einem gewaltigen Scheiterhaufen im Herzen des Lagers, eingeschlossen zwischen Zelten und Planwagen. Der Platz wurde mit Girlanden aus Nüssen, Ästen und bunten Blättern geschmückt, Zeichen des Sommers und des Herbstes, die nun offiziell verabschiedet wurden. In den Kesseln brodelten Fleisch und Eintopf, ihr Duft mischte sich mit dem Rauch der Feuerstellen. Mit dem Einbruch der Dunkelheit entfachte man schließlich das große Feuer, das hoch in den Nachthimmel schlug und den Kreis in flackerndes Licht tauchte, magisch geschützt vor fremden Augen. Eine:r nach dem:der anderen trat vor und legte die eigene Gabe in die Flammen: Speisen, ein persönliches Kleinod, etwas von Wert. Alles ging in Glut und Funken auf, getragen von der Bitte, der Winter möge gnädig sein und das Rudel vor Unheil bewahren. Erst dann begannen die Festlichkeiten, mit Tanz, Musik, mit Stimmen und mit Heulen, das sich zwischen die Bäume legte wie ein uraltes Gebet.
An diesem Tag rief Greyback sein Rudel zusammen und eröffnete ihnen den neuesten Plan: Gemeinsam mit den Todesser:innen sollten sie Ringwood überfallen. Der Dunkle Lord persönlich habe ihm ein verlockendes Versprechen dargeboten: Freiheit und bessere Bedingungen für Werwölfe – im Gegenzug sollte das Rudel sich seiner Sache verschreiben. Greyback konnte nicht ablehnen.
Der Plan war klar, als er ihm den Rudel vorstellte. Die Todesser:innen würden vor Ort sein, um die Türen zu sprengen. Die Werwölfe würden schließlich die Häuser stürmen und die Bewohner:innen beißen, um so ihre Familie zu vergrößern. Beide Seiten würden somit gewinnen. Nachdem Greyback gesprochen hatte, erhob sich eine hitzige Diskussion. Zustimmung und Zweifel prallten aufeinander, und jede Stimme fand Gehör, ehe das Rudel über seinen Weg entschied.
November
Gemeinsam stiegen die Rudelmitglieder mit Kerzen und Fackeln einen nahegelegenen Hügel hinauf. Ihr Weg führte durch die Dunkelheit, vom flackernden Licht der Flammen nur schwach erleuchtet. Auf dem Gipfel angekommen, legten die Rudelmitglieder in Stille kleine Gaben, Symbole ihrer Ahnen und der Verstorbenen nieder. Ihre Stimmen erhoben sich und sie erzählten die Geschichten der Verstorbenen von Mut, Verlust und Lachen. Die Erinnerungen sollten lebendig gehalten werden, damit die Toten nicht in Vergessenheit gerieten. Zwischen Rauch, Licht und Nachtluft spürte das Rudel die Nähe jener, die nicht mehr unter ihnen waren, und so standen sie im stillen Band der Erinnerung vereint zusammen.
[Szene]
Das Rudel bewegte sich wie eine unaufhaltsame Macht an diesem Vollmond in Ringwood. Jede Bewegung, jeder Biss, jeder Schrei war Teil eines Plans, den Greyback selbst vorgegeben hatte. Zwischen Rauch und Feuer, zwischen Angst und Schreien, war es kein bloßer Angriff, es war ein finsterer Pakt mit Voldemort und den Todesser:innen, der die Bande des Rudels stärkte und für die Welt sichtbar machte.
Einige Tage nach dem Angriff versammelte sich das Rudel, um die Geschehnisse von Ringwood gemeinsam Revue passieren zu lassen. In ihren Gesichtern spiegelte sich ein breites Spektrum an Emotionen. Manche glühten vor Stolz, andere brannten vor Zorn oder drängten auf Rechtfertigung. Unterschiedliche Stimmen erhoben sich, doch am Ende lag eine unausgesprochene, spürbare Gewissheit in der Luft: Das Rudel war durch das, was sie getan hatten, unerschütterlich vereint.
Seit mehreren Jahren wächst das Rudel stetig weiter. Greyback und seine Anhänger:innen werben gezielt neue Mitglieder an. Sie sammeln verstoßene Werwölfe, verängstigte Jugendliche und zunehmend auch Menschen ohne Biss ein, die sich von Greybacks wahnsinniger Ideologie angesprochen fühlen.
Greybacks Methoden sind dabei äußerst brutal. Er beißt Kinder absichtlich, um sie aus ihren Familien zu reißen und an sich zu binden. In den Augen seiner Anhänger:innen ist er eine Art Vaterfigur und lässt sich von ihnen auch genau so ansprechen: Vater. Viele in seinem Rudel fühlen sich zum ersten Mal in ihrem Leben gesehen, beschützt und gebraucht und er nutzt das schamlos aus, um sie zu gefügigen Anhänger:innen zu machen. Der kleinen Armee, die Greyback um sich geschart hat, ist es auch zu verdanken, dass Voldemort auf ihn aufmerksam wurde. Überfälle, Anschläge und Zusammenarbeiten mit den Todessern nehmen zu und das Rudel kämpft häufig Hand in Hand mit Voldemorts Anhänger:innen.
Trotz ihrer rauen Lebensweise pflegt das Rudel intern einen fast schon hippiehaften Charme: freie Liebe, eine große Offenheit gegenüber unterschiedlichen Herkünften, Identitäten und Sexualitäten - nur Musik macht sich in dieser Gemeinschaft eher rar, da Greyback kein Freund davon ist. Wer sich anschließt, findet eine Gemeinschaft, die auf den ersten Blick wild und gefährlich wirkt, aber von einem tiefen, fast animalischen Zusammenhalt geprägt ist. Jeder ist Teil der Familie, niemand muss allein sein.
Fenrir Greyback versteht sich nicht bloß als Anführer seines Rudels, er ist ihr Vater, und so sollen sie ihn auch sehen: als jenen, der ihnen Heimat, Sinn und eine Familie schenkt, die ihnen die magische Welt einst genommen hat. Er ist ein geborener Charmeur und ein Meister der Worte. Er sagt jedem genau das, was er hören will, um sich gesehen, gebraucht und wichtig zu fühlen. Dabei regiert er nicht mit Angst, sondern mit Verständnis. Seine Stärke liegt nicht in Drohungen, sondern darin, den verlorenen Seelen in seinen Reihen das zu geben, wonach sie sich sehnen: Zugehörigkeit.
Innerhalb des Rudels wird er nicht gefürchtet, sondern geschätzt, geliebt, von manchen sogar verehrt. Seine Präsenz ist allgegenwärtig, sein Rat gesucht, sein Lob wie eine Belohnung. Für Außenstehende wirkt dieses Miteinander oft befremdlich, manchmal unheimlich. Zu groß ist der Zusammenhalt, zu bedingungslos die Loyalität, zu selbstverständlich die Rolle, die Greyback in den Herzen seiner Kinder einnimmt.
An seiner Seite steht seine erstgeborene Tochter Livia, seine linke Hand. Sie gilt als sein verlängerter Arm, doch niemand zweifelt daran, wer der Alpha ist. Denn so freundlich und väterlich Greyback auch sein mag, er zeigt ein anderes Gesicht, wenn jemand seine Führung in Frage stellt. Wer ihm seinen Rang streitig machen will, spürt den Wolf hinter seinen Augen, spürt, dass in seinem Lächeln auch Zähne liegen.
Lebensmittel und Alltagsgüter beschafft sich das Rudel meist in umliegenden Muggeldörfern. Was sie selbst herstellen, verkaufen sie heimlich auf Märkten - von selbstgegerbten Fellen bis zu Schmuckstücken - manchmal sogar in der Nokturngasse.
Wissenswertes für Mitglieder des Rudels
Ein Charakter im Rudel bedeutet, Teil einer gefährlichen, radikalen und oft gewalttätigen Gemeinschaft zu sein. Fenrir Greyback duldet weder Widerspruch noch Schwäche; Loyalität wird erwartet und regelmäßig auf die Probe gestellt. Greyback steht über allem, herrscht aber nicht mit Angst. Er gibt sich als “Vater”, der nur das Beste für seine Kinder will und wird von den Mitgliedern des Rudels zum Teil regelrecht verehrt.
Viele Mitglieder stammen aus schwierigen Verhältnissen. Sie wurden von der Gesellschaft verstoßen, sind ohne Familie oder Perspektive. Charaktere könnten das Rudel aus purer Verzweiflung oder aus dem Wunsch nach Zugehörigkeit gewählt haben.
Das Rudel ist lose mit den Todessern verbunden. Manche sehen sie als Verbündete, andere misstrauen ihnen. Dieses Konfliktpotenzial kann auch für deinen Charakter interessant sein und Zweifel hinsichtlich Greybacks Entscheidungen wecken.
hr Zuhause sind Planwagen und Zelte, die sie tief in den Wäldern aufschlagen, bevorzugt an abgeschiedenen Orten nahe Seen oder Bächen, wo das Rudel frisches Wasser hat und im Schutz der Bäume verschwindet. Ihre Lagerplätze wechseln alle paar Vollmonde; dann ziehen sie weiter, um ihre Spuren zu verwischen und sicher zu bleiben.
Das Lager hat zentrale Feuerstellen und Kochplätze, an denen drei Mal täglich gemeinsam Essen zubereitet wird. Jeder darf sich bedienen, egal ob Werwolf oder Hexe, die in das Rudel aufgenommen wurden. Diese Frauen, von Greyback oft gezielt angeworben, sind aus einem speziellen Grund Teil des Rudels: Sie sollen seine Kinder gebären und den uninfizierten Nachwuchs während der Vollmondnächte betreuen. Innerhalb des Rudels werden sie akzeptiert, wenngleich sie rangtechnisch unter den Werwölfen stehen.
Die Planwagen, in denen sie schlafen, sind mehr als nur Transportmittel. Jeder Wagen ist wie ein kleines, mobiles Zuhause eingerichtet. Es verfügt über Bett, Schreibtisch, Regalen und persönliche Gegenstände. Ein Zeichen für den starken Zusammenhalt ist, dass die Türen dieser Wägen niemals verriegelt werden; Vertrauen ist überlebenswichtig in einem Leben, das so eng miteinander verwoben ist.
Sobald sie an einem neuen Ort ankommen, richtet das Rudel ein richtiges Lager ein, das von mächtigen Schutzzaubern umgeben ist. Diese Zauber binden jedes Mitglied ein: Nur sie und Nahestehende, die mit ihnen gehen, können die unsichtbare Schwelle überschreiten.
Sollte euer Charakter neu zum Rudel dazustoßen, ist zu beachten, dass Greyback sich nicht sofort als eben dieser zu verstehen gibt, sondern Neuankömmlinge erst als Viggo kennenlernt. Damit will er sicherstellen, dass die Neuen keine Gefahr für das Rudel und damit seine Familie darstellen oder gekommen sind, um ihn dem Ministerium auszuliefern. Sein wahres Gesicht und seinen Namen zeigt er erst dann, wenn er von der Loyalität der Neuzugänge überzeugt ist.
Mitglied werden
Die meisten Infizierten suchen das Rudel nicht – sie werden gefunden. Greyback hält stets Ausschau nach jenen, die aus der Gesellschaft gefallen sind, nach denen, die niemand mehr haben will. Auch seine „Kinder“ streifen durch das Land und bringen die Verlorenen zurück, um sie daran zu erinnern, dass sie keine verlorenen Schafe sind, sondern Wölfe. Wölfe, die jetzt wieder eine Familie haben, die sie unterstützt und für sie da ist. Wer sich dem Rudel anschließen will, kann jederzeit auf ein Mitglied oder sogar auf Greyback selbst treffen. Doch kaum jemand erkennt ihn, wenn es geschieht, denn sein wahres Gesicht ist der Öffentlichkeit nicht bekannt.
Erkennungsmerkmale
Nicht registrierte Werwölfe sind auf den ersten Blick kaum zu erkennen. Viele von ihnen tragen Narben, die Spuren ihrer ersten Verwandlung oder der Nacht, in der sie gebissen wurden. Sichtbar sind diese allerdings nur, wenn sie nicht von Kleidung verdeckt werden.
Abgesehen davon können sich die Mitglieder des Rudels meist unauffällig unter die Menschen mischen. Zumindest solange kein Vollmond am Himmel steht.
Shortfacts
Wichtige Fakten im Schnelldurchlauf:
- Kommune mit sektenähnlichem Charme
- Nomadischer Lebensstil mit Planwagen und Zelten; sie ziehen häufig von einem magischen Wald zum nächsten
- Leben in einem großen, von Schutzzaubern umgebenen Lager
- Erwerben Lebensmittel vorrangig in Muggeldörfern und verkaufen dort Felle sowie Selbstgemachtes
- Greyback lässt sich in seiner „Familie“ verehren und hat stets das letzte Wort
- Er regiert nicht mit Angst und Schrecken, sondern gibt den Verstoßenen ein Zuhause und einen Sinn im Leben
- Kürzlich erste offizielle Zusammenarbeit mit den Todessern
- Werwölfe lernen unter Greyback den Zugriff auf wilde Magie, sodass sie teils stablose und nicht-verbale Zauber wirken können
- Ziel des Rudels ist es, Infizierte noch stärker mit ihren Werwolfseiten zu vereinen
- Familiärer Zusammenhalt im Lager; alle sehen sich als Kinder Greybacks, unabhängig davon, ob sie es tatsächlich sind oder nicht
- Greyback führt als Alpha das Rudel an; seine leibliche Tochter Livia steht ihm als rechte Hand zur Seite
- Neulinge im Rudel müssen sich erst das Vertrauen der Gemeinschaft verdienen, um Greyback persönlich zu treffen
Charakteranbindungen
Das Rudel könnte interessant sein für:
- Werwölfe aus Greybacks Rudel
- Werwölfe ohne Rudel, die eine Familie suchen
- Frische Werwölfe, um Antworten auf Fragen zu ihrer neuen Natur zu erhalten
- Queere Charaktere, die einen Ort ohne Verurteilung suchen
- Kinderliebe Frauen, die sich in der magischen Welt nicht mehr Zuhause fühlen
- Charaktere, die einen Neustart suchen (und Spieler:innen, die Drama lieben und bereit sind, dass sich ihre Charaktere verwandeln lassen)
Aktuelle Plots für das Rudel
04. Dezember 1978 || Planung eines Anschlags
Ein neues Flugblatt macht die Runde und erreicht auch das Lager durch puren Zufall. Es ist Wahlwerbung für Prometheus Travers, der ein noch strengeres Vorgehen gegen die Werwölfe ankündigt, wenn er gewählt wird. Greyback tobt. In seinen Augen ist es nicht nur ein Versprechen, sondern ein direkter Angriff auf Werwölfe. Am Abend des 05. Dezembers ruft Greyback alle im Lager zusammen – auch jene, die sonst nur sporadisch vor Ort sind. In einer Versammlung am Lagerfeuer spricht Greyback zum Rudel: Gemeinsam sollen sie einen Angriff auf Travers und die restliche Gesellschaft verüben. Einen Akt, der die Hexen und Zauberer spüren lässt, dass man sich mit Werwölfen nicht ungestraft anlegt.
Plotbesprechung: Zum Thread
Szene: Out For Some Blood
06. Dezember 1978 || Anschlag auf die Winkelgasse
Mit den Totenschädeln von Tieren verhüllt, überfallen die Werwölfe außerhalb des Vollmonds die Winkelgasse. Ihre Wut richtet sich gegen die Gesellschaft, die sie verstoßen hat, besonders aber gegen Prometheus Travers, der gerade seinen berüchtigten Anti-Werwolf-Stammtisch abhält. Die Werwölfe bringen eine Gewalt mit sich, wie sie die Zauberwelt kaum kennt. Dynamit und Messer werden zu Werkzeugen der Rache, geführt von Greybacks Kindern, die gnadenlos über ihre Opfer herfallen. Mehrere Explosionen zerreißen die Stille der Gasse, Fensterscheiben bersten, Schreie hallen zwischen den Mauern und über allem steht Greyback auf den Dächern und beobachtet das Chaos, der ins Rollen gebracht hat.
Plotbesprechung: Zum Thread
Szene: Feuer und Asche in der Winkelgasse
Timeline von Rudel-Geschehen
Oktober
13.10.1978 bis 15.10.1978 - Vetrnætr - Ein Fest zum Winterbeginn
Schon bei Tage stapelten die Rudelmitglieder das Holz zu einem gewaltigen Scheiterhaufen im Herzen des Lagers, eingeschlossen zwischen Zelten und Planwagen. Der Platz wurde mit Girlanden aus Nüssen, Ästen und bunten Blättern geschmückt, Zeichen des Sommers und des Herbstes, die nun offiziell verabschiedet wurden. In den Kesseln brodelten Fleisch und Eintopf, ihr Duft mischte sich mit dem Rauch der Feuerstellen. Mit dem Einbruch der Dunkelheit entfachte man schließlich das große Feuer, das hoch in den Nachthimmel schlug und den Kreis in flackerndes Licht tauchte, magisch geschützt vor fremden Augen. Eine:r nach dem:der anderen trat vor und legte die eigene Gabe in die Flammen: Speisen, ein persönliches Kleinod, etwas von Wert. Alles ging in Glut und Funken auf, getragen von der Bitte, der Winter möge gnädig sein und das Rudel vor Unheil bewahren. Erst dann begannen die Festlichkeiten, mit Tanz, Musik, mit Stimmen und mit Heulen, das sich zwischen die Bäume legte wie ein uraltes Gebet.
16.10.1978 - Vollmond
23.10.1978 - Ringwood Vorbesprechung
An diesem Tag rief Greyback sein Rudel zusammen und eröffnete ihnen den neuesten Plan: Gemeinsam mit den Todesser:innen sollten sie Ringwood überfallen. Der Dunkle Lord persönlich habe ihm ein verlockendes Versprechen dargeboten: Freiheit und bessere Bedingungen für Werwölfe – im Gegenzug sollte das Rudel sich seiner Sache verschreiben. Greyback konnte nicht ablehnen.
Der Plan war klar, als er ihm den Rudel vorstellte. Die Todesser:innen würden vor Ort sein, um die Türen zu sprengen. Die Werwölfe würden schließlich die Häuser stürmen und die Bewohner:innen beißen, um so ihre Familie zu vergrößern. Beide Seiten würden somit gewinnen. Nachdem Greyback gesprochen hatte, erhob sich eine hitzige Diskussion. Zustimmung und Zweifel prallten aufeinander, und jede Stimme fand Gehör, ehe das Rudel über seinen Weg entschied.
November
01.11.1978 - Totengedenken
Gemeinsam stiegen die Rudelmitglieder mit Kerzen und Fackeln einen nahegelegenen Hügel hinauf. Ihr Weg führte durch die Dunkelheit, vom flackernden Licht der Flammen nur schwach erleuchtet. Auf dem Gipfel angekommen, legten die Rudelmitglieder in Stille kleine Gaben, Symbole ihrer Ahnen und der Verstorbenen nieder. Ihre Stimmen erhoben sich und sie erzählten die Geschichten der Verstorbenen von Mut, Verlust und Lachen. Die Erinnerungen sollten lebendig gehalten werden, damit die Toten nicht in Vergessenheit gerieten. Zwischen Rauch, Licht und Nachtluft spürte das Rudel die Nähe jener, die nicht mehr unter ihnen waren, und so standen sie im stillen Band der Erinnerung vereint zusammen.
14.11.1978 - Vollmond und Angriff auf Ringwood
[Szene]
Das Rudel bewegte sich wie eine unaufhaltsame Macht an diesem Vollmond in Ringwood. Jede Bewegung, jeder Biss, jeder Schrei war Teil eines Plans, den Greyback selbst vorgegeben hatte. Zwischen Rauch und Feuer, zwischen Angst und Schreien, war es kein bloßer Angriff, es war ein finsterer Pakt mit Voldemort und den Todesser:innen, der die Bande des Rudels stärkte und für die Welt sichtbar machte.
19.11.1978 - Nachbesprechung zum Ringwood Anschlag
Einige Tage nach dem Angriff versammelte sich das Rudel, um die Geschehnisse von Ringwood gemeinsam Revue passieren zu lassen. In ihren Gesichtern spiegelte sich ein breites Spektrum an Emotionen. Manche glühten vor Stolz, andere brannten vor Zorn oder drängten auf Rechtfertigung. Unterschiedliche Stimmen erhoben sich, doch am Ende lag eine unausgesprochene, spürbare Gewissheit in der Luft: Das Rudel war durch das, was sie getan hatten, unerschütterlich vereint.