Hauselfen

Hauselfen gehören zu den am stärksten versklavten magischen Wesen der Zaubererwelt. Sie verfügen über beeindruckende, eigenständige Magie. Die etwa kniehohen, oft glatzköpfigen Geschöpfe haben tennisballgroße runde Augen und spitz zulaufende Fledermausohren. Die Nasen von Hauselfen sind oft knubbelig, mal spitz oder schnauzenähnlich, aber immer auffällig groß. Hauselfen sprechen in einer einfachen Sprache und ihre Stimmen klingen normalerweise sehr hoch und piepsig. Solange sie ihren Sklavenähnlichen Status haben, sind Hauselfen nackt bis auf ein umschlungenes Küchenhandtuch oder dergleichen.
Sie benötigen keine Zauberstäbe, um Magie wirken zu können, stattdessen genügt oft nur eine lockere Handbewegung oder ein Schnipsen. Hauselfen sind dabei in der Lage, komplexe magische Aufgaben mit Leichtigkeit zu bewältigen. Sie können sogar, ohne Spuren zu hinterlassen, an Orte apparieren, die eigentlich magisch versiegelt sind. Es wird angenommen, dass sich Hauselfenmagie dabei grundlegend von der Magie von Zauberern und Hexen unterscheidet, allerdings gab es bislang auch noch keine Studien dazu.

Das Leben eines Hauselfen ist von Gehorsam, Arbeit und Unterwerfung geprägt. Viele von ihnen sind durch Generationen der Knechtschaft so sehr an ihren Zustand gebunden, dass sie Freiheit nicht als erstrebenswert, sondern als Strafe empfinden. Nur wenige begreifen ihre eigene Situation als Unrecht. In wohlhabenden Haushalten übernehmen sie alle Arbeiten, vom Kochen über die Pflege bis hin zur Kindererziehung.
Wenn Hauselfen für eine Familie oder Einrichtung bestimmt worden sind, fühlen sie sich ihr völlig ergeben und verpflichtet. Dabei binden sie sich aus eigenem Ehrgefühl an eine strenge Schweigepflicht ihrer Zaubererfamilien gegenüber und wahren deren Geheimnisse eisern und sogar über den Tod der Besitzenden hinaus.

Besonders in reinblütigen Haushalten werden Hauselfen wie Erbstücke weitergegeben, mit magischen Eiden gebunden und oft grausam behandelt. Manche werden bestraft, wenn sie Fehler machen oder zu viel reden, andere leben jahrzehntelang im selben Haus, ohne je einen Fuß nach draußen zu setzen. Nur sehr selten kommt es vor, dass ein Elf entkommt oder freigelassen wird. Jedoch ist die pure Drohung einer Freilassung für den Großteil an Hauselfen eine der schlimmsten Strafen und keineswegs erstrebenswert für die Geschöpfe.
Hauselfen neigen zu selbstverletzendem Verhalten, wenn sie der Ansicht sind, die Ehre ihres Haushaltes beschmutzt zu haben oder Dinge ausgesprochen zu haben, die gegen ihre Herrschaft gerichtet sind. Gefühle wie Kummer zu haben empfinden sie als ungehörig, weil es ihrer ständigen Diensteifrigkeit schadet und womöglich auch noch ein unschöner Anblick für ihre Herrschaften darstellt.

Das Ministerium für Zauberei erkennt Hauselfen offiziell als „Wesen“ an, gewährt ihnen jedoch keine Rechte. Die kleinen Geschöpfe werden vom Amt für die Zuteilung von Hauselfen im britischen Zaubereiministerium zugeteilt. Ihre Ausbeutung ist gesellschaftlich akzeptiert, selbst in Kreisen, die sich gegen andere Formen von Diskriminierung einsetzen. Es gibt keine Gesetze zum Schutz von Hauselfen.



Kurzinformationen
  • Hauselfen sind die am stärksten versklavten magischen Wesen in der britischen Zaubererwelt
  • Die kniehohen Geschöpfe sind oft in Geschirrtücher oder Lappen gekleidet, was ihren Status als Sklave der Familie verdeutlicht
  • Hauselfen haben beeindruckende magische Kräfte. Sie können zum Beispiel an Orte apparieren die magisch versiegelt sind. Außerdem schaffen sie es komplexe magische Aufgaben mit Leichtigkeit zu lösen
  • Es wird angenommen, dass sich Hauselfenmagie von der Magie von Hexen und Zauberern unterscheidet
  •   Das Leben eines Hauselfen ist von gehorsam, arbeit und dem dienen ihrer Herrschaft geprägt
  • Sie neigen zu Selbstverletzendem Verhalten wenn sie, in ihren Augen, die Ehre ihre Herrschaften befleckt haben
  • Hauselfen werden vom Amt für Zuteilung von Hauselfen vom britischen Zaubereiministerium zugewiesen. Die Wahrheit ist jedoch das viele bereits seit Generationen wie ein Erbstück weitergereicht werden
  • Ihre Ausbeutung ist gesellschaftlich akzeptiert, selbst in Kreisen, die sich gegen andere Formen von Diskriminierung einsetzen.
  • Es gibt keine Gesetze zum Schutz von Hauselfen.