Die Abteilung der Auror:innen (geleitet von Rufus Scrimgeour) bildet eine Unterabteilung der magischen Strafverfolgung (geleitet von Bartemius Crouch Senior). Alle Abteilungen der magischen Strafverfolgung sind darauf ausgelegt, Gesetze durchzusetzen sowie Verstöße und Straftaten zu verfolgen, unterscheiden sich jedoch in ihren Hauptaufgaben.
Während sich die magische Strafverfolgungspatrouille vor allem um allgemeine Vergehen kümmert, werden Auror:innen erst hinzugerufen, wenn es sich um schwarze Magie oder Aktivitäten von bekannt schwarzmagischen Personen handelt. So fallen die Todesser eindeutig in das Aufgabengebiet der Auror:innen.
Die Ausbildungsanforderungen von Auror:innen gleichen in Teilen denen der Anwärter:innen der magischen Strafverfolgungspatrouille. Bei der Auswahl der Auszubildenden wird Wert auf Sportlichkeit und Teamgeist gelegt, was später auch durch abteilungsübergreifenden Unterricht gefördert wird.
Bei Auror:innen wird jedoch besonders genau hingesehen. Die Bedrohung durch schwarzmagische Personen erfordert exzellente Fähigkeiten – nicht nur in Verteidigung gegen die Dunklen Künste und allgemeinbildenden Fächern wie Zauberkunst und Verwandlung, sondern auch in Kräuterkunde und Zaubertränke. Gerade in diesen Bereichen finden sich zahlreiche Fachgebiete schwarzmagischer Personen.
Wer Auror:in werden möchte, sollte diese Fächer als UTZ-Kurse besucht haben und ein „Ohnegleichen“ (O), mindestens jedoch ein „Erwartungen übertroffen“ (E), als Abschlussnote vorweisen können.
Die Aufnahmeprüfung besteht aus einer Art Probetraining. Neben Fragerunden werden die Anwärter:innen sowohl im Teamduell als auch im Einzelkampf geprüft. Nicht selten findet hierbei bereits eine grobe Zuteilung statt, bei der die Anwärter:innen ihre späteren Mentor:innen kennenlernen.
Ob Mentor:innen ihre Auszubildenden über die gesamten drei Jahre bis zur Abschlussprüfung begleiten oder ob die Auszubildenden – abhängig von der Auftragslage – unter mehreren Mentor:innen wechseln, variiert.
Der Alltag der Ausbildung schwankt zwischen Trainingsstunden zu Aufspür-, Schutz- und Duellzaubern, theoretischen Vorlesungen sowie Schreibtischarbeit. Häufig unterstützen Auszubildende ihre Mentor:innen bei der Bearbeitung laufender Fälle, fertigen Protokolle an und bringen mitunter bereits eigene Überlegungen ein.
Die zahlreichen magisch anpassbaren Trainingshallen werden nicht nur von Auszubildenden, sondern auch von ausgebildeten Auror:innen regelmäßig genutzt. Dazu zählen große Hallen für Gruppenduelle, Räume mit flüche-reflektierenden Spiegeln für Einzeltraining sowie Parkour- und Laufstrecken.
Auf die Mithilfe von Auszubildenden wird besonders in der aktuellen Lage gezählt, da das Land zunehmend in einen offenen Krieg gegen schwarzmagische Personen gerät. Entsprechend sinken die Kapazitäten für theoretischen Unterricht, während Auszubildende immer früher zu Einsätzen mitgenommen werden.
Seit Herbst 1978 versuchen Auszubildende sogar, sich gegen den Imperiusfluch zu wehren – in dem Bewusstsein, dass die Erfolgschancen im Ernstfall gering sind.
Kein Geheimnis ist die geringe Lebenserwartung von Auror:innen. Dass der Tod häufig bei Einsätzen eintritt, ist allen bewusst, die einen Ausbildungsvertrag unterzeichnen. Nicht ohne Grund wird Auror:innen dringend nahegelegt, ein Testament anzulegen. Ihre Taten werden vom Ministerium ehrenvoll gewürdigt, und in der magischen Gesellschaft genießen sie einen beinahe heroischen Status.
Die Mäntel der Auror:innen sind aus dichtem Stoff, werden maßgeschneidert und nach Wünschen angepasst. So kann es vorkommen, dass sie sich in Schnitt und Farbgebung leicht unterscheiden, auch wenn dunkle, unauffällige Farben vorgeschrieben sind und auf Bewegungsfreiheit geachtet wird. Viele setzen auf dezente Applikationen oder Muster.
Der Stoff des Mantels schützt nicht nur im Sommer vor Hitze und im Winter vor Kälte, sondern weist auch Nässe und Feuer zuversichtlich ab. Schutzrunen und Zauber, eingewoben in das Material, sollen Angriffe abmildern. Zudem sind die meisten Mäntel mit magischen Taschen ausgestattet, in denen Heiltränke sicher aufbewahrt werden können, ohne dass ihr Gewicht spürbar wird.
Ähnlich wie der eigene Zauberstab, begleitet die Dienstmarke Auror:innen und ihre Auszubildenden überall hin. Sie kann bei Einsätzen sichtbar auf der Kleidung getragen werden, insofern man erkannt werden möchte oder bleibt sicher in einer Tasche verborgen, wo sie selbst außerhalb des Dienstes bei sich getragen werden sollte.
Es ist möglich, über die eigene Dienstmarke eine Notfallmeldung an das Aurorenbüro zu senden, um Hilfe oder Verstärkung anzufordern.
Auch können Auror:innen außerhalb ihrer Dienstzeiten auf diese Weise bei Notfällen ins Büro gerufen werden. Ein magisches Surren kündigt den Alarm an.
Zudem dient die Marke der eindeutigen Identifikation der Auror:innen über die darauf eingeprägte Dienstnummer.
Sie enthält die Informationen über die Berufsart (Auror:in), den Ausbildungsjahrgang, das Kürzel des Namens der Person bestehend aus drei Buchstaben des Nachnamens und einer Zahl, die die Auszubildenden bei der Durchnummerierung (je Jahrgang) erhalten haben.
Die Dienstnummer des Aurors Fabian Prewett lautet beispielsweise:
AURJ63PRW07
Auror – Jahrgang 1963 – Prewett – Auszubildender Nummer 07 seines Jahrgangs