Im Ambrosia verkehrt der magische Adel, und nur wer es sich leisten kann, wird hier mit überragenden, exklusiven, überwiegend französischen Speisen verwöhnt. Die Portionen sind klein, das Klientel ausgewählt, und die Warteliste so lang, dass man nicht einfach spontan dort essen kann – außer man hat gute Verbindungen und gehört zur geschätzten Stammkundschaft.
Türsteher sorgen für die Sicherheit der Gäste, Sichtzauber verhindern Einblicke ins Innere. Dabei wird nicht nur auf die Privatsphäre, sondern auch auf die Diskretion geachtet. Wer einmal in diesem Nobelrestaurant gegessen hat, wird es nie vergessen und mit Stolz davon erzählen.
Das "Wand'a'full Pizza" ist eine gemütliche, wenn auch etwas altmodische Pizzeria, die klassisch eingerichtet ist und eine warme und einladende Atmosphäre verströmt. Im Herzen des Restaurants knistert ein traditioneller Steinofen, durch den eine offene Durchreiche Einblicke in die Küche im hinteren Bereich des Lokals erlaubt. Wer einen Blick hineinwirft, kann häufig Orsino Thurston bei der Arbeit sehen. Oder besser gesagt: hören. Denn aus der Küche dringt oft der etwas schiefe, aber unverwechselbare Gesang des Pizzabäckers, der eigentlich ein gefeiertes Mitglied der magischen Band Weird Sisters ist.
Wenn Orsino nicht gerade auf der Bühne steht, verdient er sich hier ein paar Knuts dazu und zieht damit inzwischen eine wachsende Schar Fans an. Viele Gäste kommen längst nicht nur wegen der Pizza, sondern auch, um ein Autogramm vom gutaussehenden Promi hinter der Theke zu ergattern. Die Pizzeria ist somit längst ein Anlaufpunkt für Anhänger:innen der Weird Sisters geworden, um ihren Idolen ein bisschen näher zu kommen.
Von Orsino stammt auch die wohl berüchtigtste Idee des Hauses: ein magischer Lieferdienst, bei dem fliegende Pizzen frei Haus zugestellt werden. Theoretisch eine geniale Idee, doch in der Praxis sorgt diese Lösung regelmäßig für Chaos, wenn Eulen sich erschrecken und gegen Schaufensterscheiben oder Passanten knallen oder, wenn die Pizza ihre Route etwas zu kreativ interpretiert und bei der falschen Wohnung landet.
Die Spezialitäten von "Wand'a'full Pizza" haben es jedoch in sich: Pizza-Tornados und schwirrende Pizza-Schnatzer, an denen so lange herumgetüftelt wurde, bis sie perfekt knusprig und saftig zugleich sind. Auch die Pizza selbst liegt nicht - wie man es von Pizza nun einmal kennt - einfach auf dem Teller, sondern schwebt wie ein fliegender Teppich einige Zentimeter darüber. Laut Aussage der Besitzerin hat sie die perfekte Temperatur, wenn sie vom Ofen bis zu den Tischen geflogen ist. Ein Hingucker ist es in jedem Fall, wenn die Pizza während des Fluges mit letzten Zutaten verfeinert wird. Pizza-Flugunfälle im Restaurant gibt es zum Glück ganz selten, Hippogreifen-Ehrenwort! Ein kühles Getränk gibt es an der schlichten Theke, während die Mitarbeiter:innen ihre wohlverdiente Pause meist im kleinen Hinterhof verbringen, zu dem eine Hintertür aus der Küche führt.
Wer "Wand'a'full Pizza" besucht, wird von einer bunten Mischung aus Chaos, Musik und vor allem ganz viel Herz empfangen.
Das Wirtshaus "Zum dreibeinigen Drachen" liegt mitten in der Winkelgasse, direkt neben "Madame Malkins Anzüge für alle Gelegenheiten". Es ist ein Ort, an dem schon so mancher Zauberer mit einem Krug Bier in der Hand geduldig wartete, während drinnen die neue Garderobe ausgesucht wurde. Nur, um am Ende doch länger zu bleiben und bei ein paar Runden magischer Kartenspiele die hart erarbeiteten Galleonen zu verspielen.
Betritt man den Dreibeinigen Drachen, fühlt es sich an, als hätte jemand ein uraltes bayerisches Wirtshaus in die Zaubererwelt verpflanzt: die Holzdielen knarzen und tiefhängende, dunkle Balken finden sich an der Decke. Zinnteller und Drachenköpfe schmücken die Wänden und ... warte! Folgen einem ihre Augen? Das Gefühl beschleicht einem selbst im nüchternen Zustand, das steht schon einmal fest. Egal, zu welcher Zeit man den "Drachen" betritt, der Duft von Starkbier, Eintopf und einem Hauch Drachendung (niemand weiß, woher das kommt) liegt jederzeit schwer in der Luft. Ein bisschen rustikal, ja, aber genau richtig für alle Zauberer und Hexen, die den Alltag draußen lassen wollen.
Das Besondere sind die vielen kleinen Nischen: halbrunde, abgeschirmte Sitzbänke, gepolstert mit Drachenleder. Die Plätze bieten ausreichend Privatsphäre, um ungestört über zwielichtige Geschäfte zu verhandeln, Neuigkeiten auszutauschen oder sich in ein Kartenspiel zu vertiefen. Immer wieder flackern über den Tischen winzige, schwebende Lampen, die nur Licht spenden, solange niemand lauscht.
Im Herzen des Schankraums steht die größte Besonderheit. Es handelt sich um eine massive, runde Tafel, um die sich zahllose Geschichten ranken. Der Wirt behauptet steif und fest, es sei der Tisch, an dem König Artus mit seinen Rittern saß, aber nachweisen kann er es nicht. Dieser Platz ist fast immer reserviert, denn hier sitzen die Stammgäste, die längst zu einem eigenen kleinen Orden geworden sind.
An jedem ersten Mittwoch im Monat treffen sich hier beispielsweise die Mitglieder des Werwolf-Stammtisches der Familie Travers, der für die Öffentlichkeit frei zugänglich ist. Jede:r ist Willkommen, solange man genug Hass gegen Werwölfe mitbringt.