Das Rudel von Fenrir Greyback ist mehr als eine Gruppe verwilderter Werwölfe. Sie gleichen einer gefährlichen, sektengleichen Bewegung, die sich gegen die Strukturen der magischen Gesellschaft auflehnt. Angeführt wird das Rudel vom berüchtigten Fenrir Greyback, der nicht nur stolz auf seine Werwolfnatur ist, sondern aktiv danach strebt, dass Werwölfe nicht nur ein fester Teil der magischen Gesellschaft werden, sondern diese vor allem dominieren.
Seit mehreren Jahren wächst das Rudel stetig weiter. Greyback und seine Anhänger:innen werben gezielt neue Mitglieder an. Sie sammeln verstoßene Werwölfe, verängstigte Jugendliche und zunehmend auch Menschen ohne Biss ein, die sich von Greybacks wahnsinniger Ideologie angesprochen fühlen.
Greybacks Methoden sind dabei äußerst brutal. Er beißt Kinder absichtlich, um sie aus ihren Familien zu reißen und an sich zu binden. In den Augen seiner Anhänger:innen ist er eine Art Vaterfigur und lässt sich von ihnen auch genau so ansprechen: Vater. Viele in seinem Rudel fühlen sich zum ersten Mal in ihrem Leben gesehen, beschützt und gebraucht und er nutzt das schamlos aus, um sie zu gefügigen Anhänger:innen zu machen. Der kleinen Armee, die Greyback um sich geschart hat, ist es auch zu verdanken, dass Voldemort auf ihn aufmerksam wurde. Überfälle, Anschläge und Zusammenarbeiten mit den Todessern nehmen zu und das Rudel kämpft häufig Hand in Hand mit Voldemorts Anhänger:innen.
Trotz ihrer rauen Lebensweise pflegt das Rudel intern einen fast schon hippiehaften Charme: freie Liebe, eine große Offenheit gegenüber unterschiedlichen Herkünften, Identitäten und Sexualitäten - nur Musik macht sich in dieser Gemeinschaft eher rar, da Greyback kein Freund davon ist. Wer sich anschließt, findet eine Gemeinschaft, die auf den ersten Blick wild und gefährlich wirkt, aber von einem tiefen, fast animalischen Zusammenhalt geprägt ist. Jeder ist Teil der Familie, niemand muss allein sein.
Fenrir Greyback versteht sich nicht bloß als Anführer seines Rudels, er ist ihr Vater, und so sollen sie ihn auch sehen: als jenen, der ihnen Heimat, Sinn und eine Familie schenkt, die ihnen die magische Welt einst genommen hat. Er ist ein geborener Charmeur und ein Meister der Worte. Er sagt jedem genau das, was er hören will, um sich gesehen, gebraucht und wichtig zu fühlen. Dabei regiert er nicht mit Angst, sondern mit Verständnis. Seine Stärke liegt nicht in Drohungen, sondern darin, den verlorenen Seelen in seinen Reihen das zu geben, wonach sie sich sehnen: Zugehörigkeit.
Innerhalb des Rudels wird er nicht gefürchtet, sondern geschätzt, geliebt, von manchen sogar verehrt. Seine Präsenz ist allgegenwärtig, sein Rat gesucht, sein Lob wie eine Belohnung. Für Außenstehende wirkt dieses Miteinander oft befremdlich, manchmal unheimlich. Zu groß ist der Zusammenhalt, zu bedingungslos die Loyalität, zu selbstverständlich die Rolle, die Greyback in den Herzen seiner Kinder einnimmt.
An seiner Seite steht seine erstgeborene Tochter Livia, seine linke Hand. Sie gilt als sein verlängerter Arm, doch niemand zweifelt daran, wer der Alpha ist. Denn so freundlich und väterlich Greyback auch sein mag, er zeigt ein anderes Gesicht, wenn jemand seine Führung in Frage stellt. Wer ihm seinen Rang streitig machen will, spürt den Wolf hinter seinen Augen, spürt, dass in seinem Lächeln auch Zähne liegen.
Lebensmittel und Alltagsgüter beschafft sich das Rudel meist in umliegenden Muggeldörfern. Was sie selbst herstellen, verkaufen sie heimlich auf Märkten - von selbstgegerbten Fellen bis zu Schmuckstücken - manchmal sogar in der Nokturngasse.
Ein Charakter im Rudel bedeutet, Teil einer gefährlichen, radikalen und oft gewalttätigen Gemeinschaft zu sein. Fenrir Greyback duldet weder Widerspruch noch Schwäche; Loyalität wird erwartet und regelmäßig auf die Probe gestellt. Greyback steht über allem, herrscht aber nicht mit Angst. Er gibt sich als “Vater”, der nur das Beste für seine Kinder will und wird von den Mitgliedern des Rudels zum Teil regelrecht verehrt.
Viele Mitglieder stammen aus schwierigen Verhältnissen. Sie wurden von der Gesellschaft verstoßen, sind ohne Familie oder Perspektive. Charaktere könnten das Rudel aus purer Verzweiflung oder aus dem Wunsch nach Zugehörigkeit gewählt haben.
Das Rudel ist lose mit den Todessern verbunden. Manche sehen sie als Verbündete, andere misstrauen ihnen. Dieses Konfliktpotenzial kann auch für deinen Charakter interessant sein und Zweifel hinsichtlich Greybacks Entscheidungen wecken.
hr Zuhause sind Planwagen und Zelte, die sie tief in den Wäldern aufschlagen, bevorzugt an abgeschiedenen Orten nahe Seen oder Bächen, wo das Rudel frisches Wasser hat und im Schutz der Bäume verschwindet. Ihre Lagerplätze wechseln alle paar Vollmonde; dann ziehen sie weiter, um ihre Spuren zu verwischen und sicher zu bleiben.
Das Lager hat zentrale Feuerstellen und Kochplätze, an denen drei Mal täglich gemeinsam Essen zubereitet wird. Jeder darf sich bedienen, egal ob Werwolf oder Hexe, die in das Rudel aufgenommen wurden. Diese Frauen, von Greyback oft gezielt angeworben, sind aus einem speziellen Grund Teil des Rudels: Sie sollen seine Kinder gebären und den uninfizierten Nachwuchs während der Vollmondnächte betreuen. Innerhalb des Rudels werden sie akzeptiert, wenngleich sie rangtechnisch unter den Werwölfen stehen.
Die Planwagen, in denen sie schlafen, sind mehr als nur Transportmittel. Jeder Wagen ist wie ein kleines, mobiles Zuhause eingerichtet. Es verfügt über Bett, Schreibtisch, Regalen und persönliche Gegenstände. Ein Zeichen für den starken Zusammenhalt ist, dass die Türen dieser Wägen niemals verriegelt werden; Vertrauen ist überlebenswichtig in einem Leben, das so eng miteinander verwoben ist.
Sobald sie an einem neuen Ort ankommen, richtet das Rudel ein richtiges Lager ein, das von mächtigen Schutzzaubern umgeben ist. Diese Zauber binden jedes Mitglied ein: Nur sie und Nahestehende, die mit ihnen gehen, können die unsichtbare Schwelle überschreiten.
Sollte euer Charakter neu zum Rudel dazustoßen, ist zu beachten, dass Greyback sich nicht sofort als eben dieser zu verstehen gibt, sondern Neuankömmlinge erst als Viggo kennenlernt. Damit will er sicherstellen, dass die Neuen keine Gefahr für das Rudel und damit seine Familie darstellen oder gekommen sind, um ihn dem Ministerium auszuliefern. Sein wahres Gesicht und seinen Namen zeigt er erst dann, wenn er von der Loyalität der Neuzugänge überzeugt ist.
Die meisten Infizierten suchen das Rudel nicht – sie werden gefunden. Greyback hält stets Ausschau nach jenen, die aus der Gesellschaft gefallen sind, nach denen, die niemand mehr haben will. Auch seine „Kinder“ streifen durch das Land und bringen die Verlorenen zurück, um sie daran zu erinnern, dass sie keine verlorenen Schafe sind, sondern Wölfe. Wölfe, die jetzt wieder eine Familie haben, die sie unterstützt und für sie da ist. Wer sich dem Rudel anschließen will, kann jederzeit auf ein Mitglied oder sogar auf Greyback selbst treffen. Doch kaum jemand erkennt ihn, wenn es geschieht, denn sein wahres Gesicht ist der Öffentlichkeit nicht bekannt.
Nicht registrierte Werwölfe sind auf den ersten Blick kaum zu erkennen. Viele von ihnen tragen Narben, die Spuren ihrer ersten Verwandlung oder der Nacht, in der sie gebissen wurden. Sichtbar sind diese allerdings nur, wenn sie nicht von Kleidung verdeckt werden.
Abgesehen davon können sich die Mitglieder des Rudels meist unauffällig unter die Menschen mischen. Zumindest solange kein Vollmond am Himmel steht.
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