Früher startete die Heiler:innen Ausbildung oft nicht in einem Krankenhaus, sondern auf einem Feld. Bewaffnet mit einem Buch auf der Suche nach Heilkräutern. Blätter sammelnd und Skizzen anfertigend, um Wirkung und Fundorte der Kräuter bestmöglich zu verstehen. Es dauerte lange, bis man als angehende:r Heiler:in zum ersten Mal ein Krankenhaus von innen sah und selbst wenn, dann doch nur um Monate nichts anderes zu tun, als Zutaten vorzubereiten und vor Kesseln zu stehen.
Die Kessel sind geblieben, denn gute Noten in Kräuterkunde und Zaubertränke (mindestens ein E im UTZ-Kurs) sind weiterhin absolut essentiell, um eine Lehre im St. Mungo Hospital antreten zu können. Zu Beginn wird das Schulwissen vertieft und der Theorieunterricht wird mit zahlreichen Büchern aus verschiedenen Fachgebieten ausgebaut.
Ein Highlight ist es für junge Auszubildende, wenn erfahrene Heiler:innen sie mit zu den Patient:innen nehmen. Durchaus wird Interesse an bestimmten Abteilungen gefördert, doch lernt man während der Ausbildung nach und nach wohl alle Abteilungen des St. Mungo Hospitals mindestens für ein paar Tage kennen. Besonders eindrucksvolle Tage zumeist, denn gerade in den ersten Monaten dienen diese Ausflüge auch vor allem zur Abhärtung. Wer sich vor dem Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten scheut und es nicht schafft, stundenlang in OP- oder Kreißsälen zu stehen, scheidet vermutlich bereits im ersten halben Jahr aus.
Sind die ersten Monate überstanden, so steht es den Auszubildenden frei zu entscheiden, ob sie zunächst weitere Einblicke in verschiedene Abteilungen bekommen wollen, um herauszufinden, was ihnen besser liegt oder ob sie sich bereits direkt für ein Fachgebiet festlegen wollen. Dazu gehört auch der Bereich der Medimagier, die außerhalb des Krankenhauses erste Hilfe in Notsituationen leisten.
Spätere Wechsel sind jedoch auch möglich, denn beinahe überall wird ständig Hilfe gebraucht und es gibt nicht wenige Heiler:innen, die in mehr als einer Abteilung zuhause sind und springen, wenn helfende Hände benötigt werden.
Die Dauer der Ausbildung zur Heiler:in ist nicht genau festgelegt, da manche etwas länger und manche etwas weniger lange brauchen. Auch gibt es keine Abschlussprüfung, die es zu bestehen gibt. Grundsätzlich sagt man jedoch, dass die Grundausbildung meist 3 Jahre dauert. Mit jedem Tag erlernt man mehr und mehr Erfahrungen, oft an der Seite von ein oder mehreren Mentor:innen. Erledigt man Aufgaben selbstsicher und verantwortungsbewusst, so wird einem mehr davon zugetraut. Kleinere Tätigkeiten wie das Anlegen von Verbänden erledigt man bereits im ersten Ausbildungsjahr selbstständig, während man selbst nach Jahren im Beruf dazu angehalten wird, sich bei komplizierten Aufgaben Hilfe oder eine zweite Meinung einzuholen. So findet man in der Abteilung für Fluchschäden nicht selten sogar tatsächlich Fluchbrecher:innen und in Tranklaboren sind die Meinungen von Trank- und Kräuterkundlerexpert:innen hoch gefragt.
Als vollwertiges Mitglied in einer Abteilung wird man meistens nach drei bis vier Jahren Dienstzeit angesehen. Selten geschieht es, dass jemand länger benötigt. Beweisen kann sich, wer in absoluten Notsituationen bereit ist Verantwortung zu übernehmen und es schafft, einen kühlen Kopf zu bewahren. In den meisten Fällen sind es solche Situationen, auf die ein Schulterklopfen folgt, zusammen mit der Erklärung, dass man nun offiziell Teil des Teams ist.
Manchmal geschieht es, dass sich jemand im Laufe der Ausbildung entscheidet, statt dem Beruf der Heiler:innen doch lieber den Beruf von Pfleger:innen zu ergreifen, die Patient:innen umsorgen und die Heiler:innen bei ihrer Arbeit unterstützen.
Wer sich für den Beruf der Heiler:innen entscheidet, hat den Job meistens für das gesamte Leben lang sicher, denn Heiler:innen werden schon immer dringend gebraucht. Immer wieder dünnen Krankheiten ihre Reihen aus, Medimagier geraten in Unfälle und besonders in Kriegszeiten sind die Abteilungen dauerhaft unterbesetzt.
Wer im Jahr 1978 als Heiler:in arbeitet, weiß um die täglich vollen Wartezimmer. Nicht selten opfern Heiler:innen Pausenzeiten und Freizeit, damit Patient:innen nicht unverrichteter Dinge nach Hause geschickt werden müssen. Der Gefährdung ihrer eigenen Gesundheit sind sie sich zumeist bewusst und der Konsum von Stärkungstränken unter Heiler:innen ist deutlich gestiegen. Besonders Medimagier:innen arbeiten die meiste Zeit rund um die Uhr auf Abruf und werden bereits seit Monaten dabei auch von normalen Heiler:innen des Krankenhauses unterstützt, weil nach Todesseranschlägen und Werwolfangriffen jede Hilfe gebraucht wird. Dafür bringen sie sich oft selbst in gefährliche Situationen, um Leben anderer zu retten.
Sollte es dazu kommen, dass ein Todesser im St. Mungo Hospital auffällt (zum Beispiel durch das Sichtbarwerden des Dunklen Mals am Unterarm), so sind Heiler:innen verpflichtet, die jeweiligen Personen an die Auror:innen zu melden, damit sie im Anschluss ihrer Behandlung nach Askaban gebracht werden können.
Auch bei unregistrierten Werwölfen oder Animagi herrscht eine Meldungspflicht gegenüber dem jeweiligen Register.
Um schnell Hilfe anfordern zu können, gibt es in jedem Zimmer und Behandlungsraum ein Notsignal, das von Patient:innen und Heiler:innen gleichermaßen genutzt werden kann, um die Hilfe anderer Heiler:innen der Abteilung anzufordern.
Außerdem verfügen die Strafverfolgung des Ministeriums und das St. Mungo Hospital über eine portschlüsselähnliche Möglichkeit zum Austausch von Nachrichten, sodass auch hier Hilferufe beidseitig binnen weniger Minuten realisierbar sind.
Außerhalb des Krankenhauses gilt ein spezieller Zauber, der einem leuchtend rotem Feuerwerk ähnelt, als allgemeingültiges Hilfezeichen, um Medimagier:innen des St. Mungo Hospitals anzufordern. Das Leuchtzeichen des Zaubers ist nicht nur kilometerweit zu sehen, sondern aktiviert auch eine magische Markierung auf einer Karte, die den Medimagier:innen den Weg zeigt.
Der Zauber sollte von jeder Person spätestens mit dem Schulabschluss beherrscht werden. Auch Heiler:innen wenden diesen in Notsituationen gelegentlich an, um Unterstützung anzufordern.
Heiler:innen in der Abteilung für Utensilien-Unglücke
Die Abteilung für Utensilien-Unglücke ist vergleichsweise klein und kümmert sich beispielsweise um Verletzungen durch schnappende Schubladen, Bissverletzungen durch magische Bücher, Nebenwirkungen durch Kontakt mit magischen Gegenständen oder Artefakten.
Heiler:innen der Abteilung arbeiten aufgrund vieler Überschneidungen der Anwendungsgebiete oft eng mit der Abteilung für Fluchschäden zusammen. Größere Verletzungen, insbesondere durch Kontakt mit magischen Artefakten, werden oft an die größere Abteilung abgegeben, weil in der Abteilung für Fluchschäden auch die Beratung durch Fluchbrecher:innen möglich ist.
Neben dessen macht sich in dieser Abteilung ein gewisses Interesse an Muggel-Gegenständen gut, denn viele Verletzungen entstehen durch unvorhergesehene Wechselwirkungen, wenn versucht wird, Zauber auf Muggel-Geräte anzuwenden. Ein guter Abschluss in Muggelkunde oder eine entsprechende Abstammung sind damit wünschenswert, jedoch nicht zwingend erforderlich.
Heiler:innen in der Abteilung für Verletzungen durch Tierwesen
Die Heiler:innen in der Abteilung für Verletzungen durch Tierwesen, auch bekannt als Dai-Llewellyn-Station, bringen im besten Fall einen großen Wissensschatz über magische Tierwesen mit. Ein guter Abschluss in Pflege magischer Geschöpfe ist wünschenswert. Außerdem findet immer wieder der Wissensaustausch mit Tierwesen-Forscher:innen und Expert:innen aus aller Welt statt. Ziel ist es, auch Verletzungen von exotischen Tierwesen, die beispielsweise als Haustiere nach Großbritannien gelangen, korrekt identifizieren und behandeln zu können.
Dazu zählen Bisse, Stiche, Vergiftungen und Verbrennungen. Besonders bei Biss- und Stichverletzungen, kann es auch geschehen, dass Heiler:innen mit den Tierwesen selbst in Kontakt geraten und sollten entsprechend den sicheren Umgang mit derartigen Situationen beherrschen. Selten findet man sie in Notfall-Situationen auch außerhalb des Krankenhauses, wo sie Medimagier:innen direkt an der Unfallstelle unterstützen.
Zu den meisten Verletzungen zählen Knieselbisse und Billywig-Stiche, wobei letztere meist damit einhergehen Patient:innen zu überwachen, bis das High der Billywig-Droge vorüber ist.
Leider ist besonders in den letzten Jahren auch die Zahl der Bissverletzungen durch Werwölfe drastisch gestiegen, sodass teilweise Hilfe aus der Abteilung für Fluchschäden angefordert werden muss. Heiler:innen sind seit Herbst 1978 dazu angehalten Werwölfe an das Werwolfregister des Ministeriums zu melden.
Heiler:innen in der Abteilung für Magische Pestilenzen
Die Abteilung für Magische Pestilenzen ist die am wenigsten beliebte und immer wieder wird in Notfall-Situationen klar, dass die Abteilung unterbesetzt ist, sodass Heiler:innen anderer Abteilungen zur Unterstützung angefordert werden.
Wer in dieser Abteilung arbeitet, sollte ein penibles Gespür dafür haben, immer ausreichend Schutzzauber zu wirken, die das Verbreiten von Viren eindämmen. Niemand betritt die Abteilung, ohne dass die Wirksamkeit der Schutzzauber überprüft wurde und in Ernstfällen kann vorkommen, dass Heiler:innen das Verlassen der Abteilung nicht gestattet ist, sollte unklar sein, ob eine Ansteckung erfolgt sein könnte. Dies kommt erschreckend oft vor, denn gerade bei neuartigen Erkrankungen, ist anfangs oft noch unklar, ob Zauber überhaupt ausreichend vor der Ansteckung schützen können.
Neben der immer wieder auftretenden Verschwinditis, kämpft die Abteilung auch noch immer um das Eindämmen der oft tödlich verlaufenden Drachenpocken-Erkrankung.
Heiler:innen in der Abteilung für Vergiftungen durch Zaubertränke und Pflanzen
Wer in dieser Abteilung arbeiten möchte, sollte Wert auf einen guten Abschluss und ein großes Interesse in den Fachgebieten Zaubertränke und Kräuterkunde mitbringen. Aber auch Kenntnisse über exotische magische Pflanzen abseits der Kräuterheilkunde und im Bereich von magischen Drogen sind hilfreich.
Die Abteilung ist spezialisiert auf Nebenwirkungen von beispielsweise Kesselexplosionen, Trank-Verbrennungen und Dauerschlaf.
Auch versorgt sie andere Abteilungen in Notsituationen mit ihrer Expertise im Herstellen von Gegengiften.
Heiler:innen in der Abteilung für Fluchschäden und Zauberunfälle
Die Abteilung für Fluchschäden und Zauberunfälle arbeitet an der Behandlung von Patient:innen, geschädigt durch die beabsichtigte oder unbeabsichtigte Wirkung von Flüchen und Zaubern. Dazu zählen unaufhebbare Flüche; Langzeitpatient:innen nach z.B. der Einwirkung von unverzeihlichen Flüchen; (unvorhergesehene) Nebenwirkungen von nicht korrekt ausgeführten Zaubern, wie auch Apparierunfälle usw.
Wer Abwechslung liebt und sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen möchte, ist in dieser Abteilung richtig. Insbesondere bei Wechselwirkungen verschiedenster Flüche, stehen Heiler:innen immer wieder vor neuen unbekannten Aufgaben und oftmals muss erst herausgefunden werden, welche Art von Fluch gewirkt wurde und wie dieser aufzuheben ist. Dazu werden oft auch Fluchbrecher:innen zu Rate gezogen, die mit den Heiler:innen zusammenarbeiten.
Die meisten Patient:innen, die sich in magischen Kämpfen Schäden zufügen und bei denen eine Behandlung in der Notaufnahme oder durch Medimagier nicht ausreichend ist, finden sich hier ein. Somit sind viele Mitglieder der magischen Strafverfolgung Stammgäste.
Wird bei der Behandlung bei Patient:innen ein Dunkles Mal festgestellt, so ist dies dem Ministerium zu melden.
Ein gesonderter Bereich der Abteilung beschäftigt sich nur mit Fällen, die das Gedächtnis von Patient:innen betreffen. Dazu gehören Nachwirkungen von Vergessenszaubern, unsachgemäß angewandter Legilimentik, aber auch durch Trauma bedingte Gedächtnisverluste oder Schädigungen, wie etwa nach dem Einwirken von unverzeihlichen Flüchen.
Patient:innen in dieser Abteilung befinden sich oftmals in Langzeit-Therapie, um das Erinnerungsvermögen, sofern möglich, wiederherzustellen.
Eine Untersuchung per Legilimentik erweist sich meist als zu spät, wenn das Gedächtnis bereits geschädigt wurde, dennoch weist die Abteilung wenige Spezialist:innen auf, die über diese Fähigkeit verfügen und entsprechend anwenden können.
Heiler:innen in der Abteilung für Geburten
In der Abteilung für Geburten findet man Heiler:innen und Hebammen. Sie bieten Untersuchungen vor, nach und während der Geburt für Mutter und Kind an. Sowie eine möglicherweise notwendige Erstversorgung des Kindes.
Medimagier:innen
Medimagier:innen arbeiten in der Notaufnahme des St. Mungo Hospitals, sind in der magischen Strafverfolgung des Ministeriums stationiert oder reagieren auf Notrufe außerhalb des Krankenhauses. Auch sind sie es, die in Notsituationen von der Strafverfolgung hinzugerufen werden, um verletzte Personen nach Angriffen zu versorgen. Damit begeben sie sich oft auch in potentiell gefährliche Situationen, wodurch bei ihnen ein guter Abschluss in Verteidigung gegen die Dunklen Künste und ein solides Grundverständnis im Bereich der Schutzzauber Leben retten kann.
Ziel ihrer Arbeit ist die Erstversorgung von verletzten Personen, das Beurteilen der Art der Verletzung und eine anschließende möglichst rasche Übergabe an die Fachabteilungen im Krankenhaus. Dazu ist ein breit gefächerter Wissensschatz wünschenswert.
Da Medimagier:innen besonders in Zeiten des Krieges sehr gefragt sind und immer wieder wegen selbst erlittenen Verletzungen ausfallen, sind sie momentan auf die Unterstützung von Heiler:innen aus anderen Abteilungen angewiesen, die meist jedoch deutlich weniger gut geeignet für die Arbeit in potentiell gefährlichen Situationen ausgebildet sind.
Pfleger:innen
Pfleger:innen findet man in jeder Abteilung des St. Mungo Hospitals. Ihre Aufgabe ist es, die Heiler:innen zu unterstützen und die Patient:innen zu betreuen. Dabei trifft man sie im Wartezimmer, in Behandlungsräumen und auf den Zimmern der Patient:innen an. Auch liegt es oft an ihnen, Notsituationen zu erkennen und Verschlechterungen am Zustand der Patient:innen den zuständigen Heiler:innen zu melden.
Gute Pfleger:innen bringen Patient:innen Sympathie und Mitgefühl entgegen. Sie schaffen eine Vertrauensbasis und verbringen je nach Abteilung oft deutlich mehr Zeit mit den Patient:innen, als die zuständigen Heiler:innen. In Notsituationen bleiben sie ruhig, leisten Erste Hilfe und wissen, was zu tun ist.
Um Pfleger:in zu werden, ist bereits ein ZAG Abschluss ausreichend. Durch gesammelte Berufserfahrung (ca. 5-10 Jahre) und erfolgreich absolvierte Zusatzkurse ist es jedoch auch möglich, dass Pfleger:innen nach ein paar Jahren zu Heiler:innen aufsteigen.
Limettengrüne Umhänge kennzeichnen die Heiler:innen des St. Mungo Hospitals. Darauf ist das Logo des Hospitals zu sehen: ein Knochen, den ein Zauberstab kreuzt.
Die Arbeitskleidung ist schlicht gehalten und weist lange Ärmel auf. Je nach Abteilung und aktueller Tätigkeit gehören Handschuhe und eine ebenfalls limettengrüne Kopfbedeckung hinzu. Ein Mundschutz wird eher seltener gesehen, bevorzugen viele Heiler:innen es doch entsprechend wirkende Zauber zu verwenden.
Folgende Zauber sind in die Kleidung der Heiler:innen eingearbeitet: