Schwarze Magie, auch als dunkle Magie bekannt, bezeichnet jene Form der Zauberei, die darauf ausgerichtet ist, anderen Wesen zu schaden, sie zu kontrollieren oder ihren Willen zu beugen. Sie ist gefährlich, nicht nur für die, die ihr begegnen, sondern auch für jene, die sie beschwören. Denn, so heißt es, jede Beschwörung lässt Schatten im eigenen Innern zurück.
Trotz ihres zwielichtigen Rufs ist das Wirken schwarzer Magie in Großbritannien nicht grundsätzlich verboten. Manche Zaubernde sehen sie als ein Werkzeug wie jedes andere, das in kundigen Händen ebenso zum Schutz wie zum Angriff genutzt werden kann. An einigen internationalen Schulen, etwa Durmstrang, ist der Unterricht in dunkler Magie sogar fest im Lehrplan verankert. Aktuell greift sogar die magische Strafverfolgung unter bestimmten Umständen auf schwarze Magie zurück, um besonders gefährliche Verbrechen aufzuklären oder flüchtige Straftäter:innen aufzuspüren.
Bestimmte Disziplinen, wie Okklumentik und Legilimentik, werden häufig der schwarzen Magie zugerechnet, obwohl ihr Gebrauch nicht strafbar ist. Ihr Einfluss hängt weniger von der Natur des Zaubers selbst ab, als vielmehr von der Absicht jener, die ihn anwenden.
Man sagt magischem Blut eine gewisse Kraft nach. Jedoch hat die Blutmagie nichts damit zu tun, dass man das eigentliche Blut lenkt und damit angreift, sondern viel eher wird die Blutmagie als Unterstützung der eigentlichen Zauber benutzt.
So kann man mit seinem eigenen Blut zum Beispiel seinen Zauber verstärken und damit seine Schlagkraft erhöhen. Oder man kann kleinere und größere Schutzzauber auf sich oder seine Gefährten sprechen.
Allerdings ist dabei zu beachten, dass je nach Komplexität und Stärke die Menge an Blut variiert, die man benutzen muss, damit sich die Blutmagie entfaltet. Große Schutzzauber brauchen zum Beispiel nicht nur eine große Menge an Blut, sondern auch die entsprechende Zeit, um die passenden Zauberformeln zu verstärken.
Blutmagie sorgt also dafür, dass man den eigenen oder den Körper einer anderen Person schwächt, um daraus Kraft zu ziehen. Diese Praxis ist nicht verboten und doch haftet ihr ein morbider, schlechter Ruf bei, dem man sich gewahr sein muss, wenn man sich mit der Macht des Blutes auseinandersetzt und Blutmagie ausübt.
Unter Blutflüchen versteht man besonders gefährliche schwarze Magie. Menschen sind bereit, ihr eigenes Leben dafür einzusetzen, um anderen dauerhaft zu schaden. Im letzten Jahrhundert wurden Blutflüche nur noch selten nachgewiesen, vermutlich auch wegen der strengen Gesetze des Zaubereiministeriums. Dennoch kommen sie weiterhin in der magischen Gesellschaft vor. So kann etwa ein großes Opfer gebracht werden, um den männlichen Nachkommen einer verfeindeten Familie zu schwächen und damit die Zukunft des Hauses maßgeblich zu gefährden.