Verbotene Magie
In Großbritannien gibt es aktuell drei Zauber, die strafrechtlich verboten sind und deren Anwendung - sofern sie nicht ausdrücklich vom Ministerium genehmigt wurde - zu hohen Strafen bis hin zur Inhaftierung in Askaban führen kann. Diese Zauber sind als die sogenannten Unverzeihlichen Flüche bekannt.
Cruciatus
Der Cruciatus-Fluch, ausgelöst durch den Zauberspruch „Crucio“, fügt dem Opfer unvorstellbare, qualvolle Schmerzen zu. Äußerlich hinterlässt er keine Spuren, da die Qualen im Geist des Opfers entstehen, sich jedoch körperlich in Zuckungen, Schreien und völliger Erschöpfung äußern. Wird der Fluch über längere Zeit, etwa mehrere Minuten, aufrechterhalten, kann er schwere geistige sowie muskuläre Schäden oder sogar den Tod zur Folge haben. Ein Opfer, das vom Cruciatus getroffen wird, hat keine Möglichkeit sich selbst zu befreien oder den Schmerz abzuwehren.
Damit der Fluch überhaupt wirkt, muss der:die Zaubernde den aufrichtigen Wunsch empfinden, dem Opfer Leid zuzufügen, ansonsten bleibt der Zauber wirkungslos.
Imperius
Der Imperius-Fluch wird durch den Zauberspruch „Imperio“ ausgelöst und verwandelt Menschen in willenlose Marionetten, die vollständig von der zaubernden Person gesteuert werden können. Besonders mächtige Hexen und Zaubernde sind in der Lage, den Fluch selbst dann aufrechtzuerhalten, wenn kein direkter Sichtkontakt zum Opfer besteht.
Die Betroffenen verlieren ihren eigenen Willen und führen Befehle mit vollkommener Ergebenheit aus. Anders als beim Cruciatus-Zauber verspüren sie dabei keine Schmerzen; vielmehr erleben viele ein Gefühl von absoluter Ruhe, während fremde Gedanken und Anweisungen ihren Geist beherrschen.
Um den Fluch zu brechen, muss die magische Verbindung zwischen Täter:in und Opfer unterbrochen werden, beispielsweise durch den Einsatz eines Stupors, der das Opfer oder den Täter in die Bewusstlosigkeit versetzt. Den Opfern ist es kaum bis gar nicht möglich, sich eigenständig gegen den Imperius-Fluch zu wehren. Neuerdings sollen Auror:innen während ihrer Ausbildung erlernen, sich mit purer Willenskraft gegen kleine Attacken des Zaubers zu wehren. Eine Erfolgsgarantie gibt es jedoch nur in Verbindung mit viel Glück.
Wie auch beim Cruciatus-Fluch kann der Imperius-Zauber zu geistigen Langzeitschäden führen, wenn dieser beispielsweise über mehrere Tage verwendet wurde. Je nach Länge des Zeitraums sowie Intensität des Einflusses können solche Schäden in ihrem Ausmaß variieren.
Avada Kedavra
Der Todes-Fluch, ausgelöst durch den Zauberspruch „Avada Kedavra“, führt unmittelbar und unumkehrbar zum Tod des Opfers. Er wird häufig von einem charakteristischen grünen Blitz begleitet. Damit der Fluch überhaupt wirkt, muss der:die Zaubernde den festen, unerschütterlichen Willen besitzen, das Opfer zu töten. Ohne diese Absicht bleibt der Zauber wirkungslos.
Die Opfer sterben sofort und schmerzlos, ohne dass körperliche Spuren zurückbleiben. Aufgrund seiner schieren Macht und seines tödlichen Effekts ist der Einsatz des Todes-Fluchs strengstens verboten. Wer ihn außerhalb der vom Ministerium genehmigten Umstände einsetzt, riskiert in jedem Fall eine lebenslange Haftstrafe in Askaban.