Die Bewegung “Die 7. Farbe” wurde Anfang 1974 gegründet und vereint vor allem queere Zaubernde mit muggelstämmigem Hintergrund, die sich gegen die vorherrschende Unterdrückung in der magischen Gesellschaft wehren. Ihr Ziel ist es, Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und Schutz für all jene zu schaffen, die im Ministerium und der Gesellschaft häufig keine Stimme erhalten oder aktiv ausgegrenzt werden.
Die Mitglieder der “7. Farbe” engagieren sich vielseitig: Sie organisieren Hilfsnetzwerke und bieten Schutz für verfolgte und diskriminierte Personen. Dabei richten sie ihr Augenmerk nicht nur auf queere Menschen, sondern auch auf weitere Minderheiten in der magischen Welt. “Die 7. Farbe” setzt sich aktiv dafür ein, dass queere Entwicklungen und Errungenschaften aus der Muggelgesellschaft in die magische Gemeinschaft getragen werden. Mit offenen Augen beobachten sie, wie mutige Demos, Protestzüge und Aufklärungskampagnen auf der nicht-magischen Seite Londons heranwachsen. Sie spüren, dass dort etwas keimt, das auch der magischen Welt gut täte. Ihr Ziel ist so einfach wie kühn: eine Welt, in der jede Form von Liebe selbstverständlich sein darf.
Diese Hexen und Zauberer von der “7. Farbe” wollen, dass auch ihre Welt aufbricht und bunter wird. Sie verteilen in Nächten, in denen die Winkelgasse wie ausgestorben scheint, heimlich Flugblätter in dunklen Hauseingängen, hängen Plakate an alte Mauern, die im Morgengrauen von vielen wieder hastig entfernt werden. Es sind kleine, mutige Gesten des Widerstands. Zeichen dafür, dass man nicht länger still bleiben will.
Darüber hinaus helfen sie Betroffenen bei der Suche nach sicheren Unterkünften und vermitteln Jobmöglichkeiten. Auch sogenannte Lavendelehen werden von “Die 7. Farbe” aus organisiert, um queeren Menschen Schutz und ein sicheres Zuhause zu bieten.
Herzstück ihrer Bewegung ist ein geheimer Radiosender, der ebenfalls den Titel “Die 7. Farbe” trägt und dessen magische Frequenzen von Dachböden, Besenkammern und Hinterzimmern aus in verbotenen Wellen durch Großbritannien rauschen. Dort berichten sie über die Fortschritte der Muggelwelt und senden Aufklärung, erzählen Geschichten, kündigen geheime Treffpunkte an, wo Gleichgesinnte sich austauschen können und spielen Muggelmusik. Wer zuhört, findet mehr als nur Nachrichten. Der Sender sammelt Spenden für magische Jugendliche, die nach einem Outing nicht mehr nach Hause können. Er vermittelt Unterkünfte, organisiert Unterschlupf, denn niemand soll allein bleiben müssen.
Heute sendet „Die 7. Farbe“ aus einem Dachgeschoss über der kleinen Buchhandlung „Artemis’ Grove“, nachdem sie im September 1978 nur knapp einer Razzia entkommen waren. Im Radioprogramm tauchen immer wieder versteckte Hinweise auf den Buchladen auf, selbstverständlich sorgfältig getarnt, damit das Ministerium sie nicht erkennt. Wenn von „dem Hain“, „der Göttin“ oder „den Bögen“ die Rede ist, steckt oft eine Anspielung auf den Buchladen dahinter.
In einem 3-Wochen-Rhythmus findet immer die Veranstaltung ”Lavender Voices” montags statt, wo sich Mitglieder der 7. Farbe und ihre Freund:innen treffen, um gemeinsam Zeit zu verbringen. Es wird geredet, philosophiert, gebastelt und über aktuelle Ereignisse gesprochen. Diese Abende stehen immer im Zeichen von verschiedenen Aktivitäten, zum Beispiel einem Filmabend, einem Poetry Slam oder einem Workshop. Für das “Lavender Voices” wird meistens der Buchladen “Artemis’ Grove” oder das Anwesen der Fenwicks in Cornwall genutzt, um einen geschützten und sicheren Raum für die jeweiligen Aktivitäten anbieten zu können.
Ihr mutiges und offenes Engagement sowie ihre kritische Haltung gegenüber dem Ministerium führen dazu, dass “Die 7. Farbe” längst als unerwünschte Gruppierung gilt. Die Bewegung wird überwacht und verfolgt, doch trotz aller Widrigkeiten wächst ihre Zahl stetig. Immer mehr Menschen innerhalb der magischen Welt erkennen, dass tiefgreifende Veränderungen notwendig sind und finden in der “7. Farbe” eine kraftvolle Stimme und Gemeinschaft.
Charaktere, die zur Bewegung “Die 7. Farbe” gehören, sind Teil einer mutigen und widerständigen Gemeinschaft, die sich gegen Diskriminierung und Ausgrenzung in der magischen Welt stellt.
Die wichtigsten und langjährigsten Mitglieder der Bewegung sind queer und häufig muggelstämmig; oft haben sie selbst oder ihre Angehörigen Diskriminierung erfahren. In den vergangenen Jahren stieg die Bekanntheit der Bewegung durch Aktionen und den gleichnamigen Radiosender, wodurch sich auch immer mehr Unterstützer:innen angeschlossen haben, die keinesfalls queer sein müssen, aber ein deutliches Maß an Toleranz ist eine wichtige Grundlage.
Keine einzelne Person führt „Die 7. Farbe“. Alle Entscheidungen werden gemeinsam getroffen und vielleicht ist genau das ihre größte Stärke.
Solltest du Interesse daran haben, ein Mitglied von “Die 7. Farbe” zu spielen, musst du im Hinterkopf behalten, dass die Bewegung vom Ministerium als unerwünscht eingestuft wird. Vorsicht und Diskretion sind daher besonders wichtig, um nicht nur sich selbst, sondern auch die ganze Gruppe als solche zu beschützen.
Deine Figur könnte aktiv in Hilfsnetzwerken mitarbeiten, Job- und Wohnraum vermitteln oder an politischen Aktionen teilnehmen. Sie kann aber auch im Hintergrund wirken und emotionale oder praktische Unterstützung anbieten. Die Verbindungen zur nicht-magischen queeren Welt und zu sozialen Bewegungen sind wichtig und liefern den Mitgliedern Inspirationen für Aktionen in der magischen Welt.
In die 7. Farbe gelangt man nicht einfach von selbst, eine Einladung durch ein bestehendes Mitglied ist Voraussetzung. Dafür können Mitglieder ihre Freund:innen unauffällig zu Veranstaltungen wie dem Lavender Voice oder ähnlichen Workshops mitbringen. Dort lässt sich behutsam erspüren, wie die Haltung der Person zu queeren Themen und den Rechten von Muggelgeborenen und Muggeln ist. Zeigt sich echtes Interesse und Offenheit, kann die betreffende Person als neues Mitglied vorgeschlagen werden.
Die Sieben findet sich in vielen kleinen Zeichen wieder: als Kette mit sieben Perlen, als unauffällige “7”, die in den Mantelkragen gestickt ist. Zeichen, die kaum sichtbar für jene sind, die nicht wissen, wonach sie suchen müssen.
In der Buchhandlung “Artemis’ Grove” genügt ein leises Klopfen mit der Fingerspitze - sieben Mal - um zu zeigen, dass man zu den Zuhörenden und/oder Unterstützenden des Radiosenders “Die 7. Farbe” gehört und ebenso queer ist.
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